Bahnhof Ahrweiler

Erst hui, jetzt wieder pfui

Meterhoch wuchert Unkraut in den Beeten.

Frisches Erscheinungsbild", "verbessertes Umfeld"- der Lobeshymnen für den neugestalteten Ahrweiler Bahnhof gab es bei der Einweihung vor acht Wochen gar viele.

Immerhin hat die Bahn 1,6 Millionen Euro in die neuen Bahnsteige investiert, die täglich von 1200 Reisenden benutzt werden. Und alle fanden es schön, dass der Bahnhof zum Start in die Hochphase des Tourismus in neuem Glanz und mit frischen Blumen in gepflegten Beeten erstrahlt. Allen voran Bahn-Regionalleiterin Susanne Kosinsky.

Das war's dann aber auch schon. Denn die Mär vom schönen Bahnhof hielt nicht lange. Wer in den vergangenen Tagen über den Bahnsteig flanierte, der musste den gepriesenen Blumenschmuck schon suchen. Meterhoch wuchert das Unkraut in den gemulchten Beeten, nur vereinzelt traut sich ein Röschen noch, dem Wildwuchs zu trotzen. Einfach nur schäbig.

Da wäre es besser gewesen, in den Beeten große bunte Kiesel zu drapieren. Die bedürfen keiner Pflege. An Letzterer mangelt es den bahneigenen Beeten. Da darf sich der Transport-Gigant ruhig mal ein Beispiel an der kleinen Kreisstadt nehmen. Deren Beete sind gepflegt, denn da wird sich gekümmert.