Dernauer und Ahrweiler Bürgern engagieren sich

Ein neues Tor für den Judenfriedhof

So soll das neue Eingangstor des Judenfriedhofs in Dernau aussehen. Die Montage stammt von Initiator Matthias Bertram. FOTO: BERTRAM

So soll das neue Eingangstor des Judenfriedhofs in Dernau aussehen. Die Montage stammt von Initiator Matthias Bertram.

DERNAU. Der Judenfriedhof in Dernau an der Straße nach Esch soll ein neues Eingangstor bekommen. Das wünscht sich eine private Initiative aus Dernauer und Ahrweiler Bürgern um den Unternehmer, Judentumsforscher und Autor Matthias Bertram aus Walporzheim.

Die Initiative hat ein neues Eingangstor für den Judenfriedhof entworfen hat und will dieses in den kommenden Wochen herstellen lassen. Bertram: "Ziel ist es, beim Besuch von Nachkommen von Juden aus Dernau und Ahrweiler Anfang Oktober dieses neue Eingangstor zu installieren. Die Nachkommen werden im Rahmen einer Gedenkausstellung zu Illa Heli, geborene Heymann, aus der Ahrweiler Niederhutstraße 61 das Ahrtal besuchen."

Das vorhandene alte Holztor könne seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Deswegen soll von Dernau und Ahrweiler ein neues Stahltor gebaut werden. Die Arbeiten werden auf Seiten der Nachkommen von Micha Adler (Familie Heymann) aus Kfar Vradim in Israel und auf Seiten der Bürger von Dernau und Ahrweiler von Matthias Bertram koordiniert.

Jüdische Kultus-Gemeinde Koblenz ist einverstanden

Die Jüdische Kultus-Gemeinde Koblenz, die als Eigentümer für den Friedhof zuständig ist, hat ihr Einverständnis erteilt, die Gemeinde Dernau ihre Unterstützung zugesagt. Bertram: "Die Grundstrukturen des Tores werden von der Grafschafter Firma Metallbau Broll zum Selbstkostenpreis erstellt, die Gedenkplatten im Tor und die zugehörigen Texte werden in Jerusalem im Laserverfahren geschnitten."

Wer das Unterfangen unterstützen möchte, findet Spendendosen in den beiden Dernauer Tankstellen und im dortigen Edeka, kann aber auch mit dem Bürgerverein Synagoge in Ahrweiler Kontakt aufnehmen.

Zudem gibt es für Interessierte Radierungen (20 mal 15 Zentimeter, Strichätzung und Aquatinta-Technik) aus einer limitierten Auflage mit Motiven der ehemaligen Jüdischen Höfe in Dernau zu erwerben. Diese kosten 100 Euro je Stück. Der komplette Erlös kommt dem Projekt zugute. GS

Die Radierungen können auf www.ahr-eifel-rhein.de angesehen werden. Bestellungen können unter web@ahr-eifel-rhein.de oder telefonisch unter Tel. 0 26 41/3 96 91 01 vorgenommen werden.