Gedenken in Ahrweiler

Die letzten Stolpersteine sind verlegt

AHRWEILER. In Ahrweiler erinnern jetzt zehn weitere Stolpersteine an verfolgte jüdische Mitbürger, die in Zeiten der Nazi-Herrschaft ermordet worden sind. Diese Nachverlegung fand ausnahmsweise nicht im Beisein von Gunter Demnig statt.

Der Künstler hatte bei der öffentlichen Aktion am 12. November 2014 nicht alle 30 für Ahrweiler geplanten Steine einsetzen können. Stattdessen erlaubte Demnig der Stadt, die verbliebenen Gedenktafeln aus Messing selbst anzubringen.

Die jetzt verlegten Stolpersteine erinnern an: Sophie Adler, geb. Heymann in der Niederhutstraße 61, Karolina und Herbert Bär in der Ahrhutstraße 43, Johann Hirz in der Ahrhutstraße 18 und Familie Alfried und Julia Ermann mit ihren Kindern Hilde und Ruth, der Mutter von Julia Ermann, Carolina Gottschalk und ihrer Schwester Josephina vor dem Haus Auf der Rausch 12.

Für Bürgermeister Guido Orthen war es wichtig, dass diese Stolpersteine so schnell wie möglich nachverlegt wurden: "Jeder einzelne Stolperstein erinnert an ein Schicksal und ist Mahnung zugleich: Denn wir dürfen nie vergessen, dass der Holocaust auch hier bei uns stattgefunden hat."

Rückblick: Der Stadtrat hatte sich im Sommer 2010 für eine Teilnahme an dem Projekt ausgesprochen. Im Rahmen der Rathauskultur fand 2012 das Themenjahr "Stolpersteine" mit zahlreichen Veranstaltungen statt.

Im gleichen Jahr verlegte Gunter Demnig in den Stadtteilen Bad Neuenahr und Heimersheim insgesamt 42 Steine. Im November 2014 folgte die Aktion des Kölner Bildhauers im Stadtteil Ahrweiler, die mit dem Verlegen der letzten zehn Steine jetzt ihren Abschluss fand.