Kirmes in bad Neuenahr

Die größte Kirmes an der Ahr ist eröffnet

Bürgermeister Guido Orthen lässt das Bier fließen. FOTO: GAUSMANN

Bürgermeister Guido Orthen lässt das Bier fließen.

BAD NEUENAHR. Die Karussells drehen sich, an den Imbissbuden lockt der Duft von gebratenen Würstchen oder Steaks, Bier und alkoholfreie Getränke werden gereicht und an den Schieß- und Losbuden hoffen die Menschen auf Treffer und Gewinne.

Seit Freitag ist Kirmes in Bad Neuenahr. Dank des Feiertages konnte das Volksfest, das die größte Kirmesveranstaltung an der Ahr darstellt, bereits am Freitagmorgen starten.

Auf dem Parkplatz "City-Ost", in Teilen der Haupt- und der Rathausstraße und im Festzelt der Feuerwehr an der Post wird noch bis Dienstagabend gefeiert. Klar, dass ein solch großes Volksfest eines symbolischen Startschusses mit dem Anstich des ersten Bierfasses bedarf. Bürgermeister Guido Orthen schwang pünktlich den Hammer, setzte zwei gezielte Schläge.

Das Kölsch sollte eigentlich fließen, tat es aber erst nach einem weiteren Dutzend Hammerhieben und technischer Unterstützung. Dann aber konnten Stadtspitze, Rat, Schausteller und zahlreiche Bürger auf eine schöne Kirmes anstoßen, während sich der Bürgermeister als "Köbes" spendabel zeigte und die ersten Gäste an den Fahrgeschäften anstanden.

So richtig rund ging es am Freitagabend dann im Festzelt bei der Feuerwehr. Dort stellte die heimische Stimmungsband "Jeckediz" ihre erste CD vor und stellte lautstark unter Beweis, dass der Karneval kommen kann. Die Kirmes wird am Dienstag mit einem Feuerwerk beendet.

"Vorher darf auch niemand sein Geschäft abbauen", machte Marktmeister Dieter Krohn bereits am Donnerstag deutlich. Da hatte die Stadtverwaltung zum obligatorischen Empfang der Schausteller ins Rathaus eingeladen. Auch, wenn nicht allzu viele der Kirmesbetreiber der Einladung gefolgt waren, nutzte der Erste Beigeordnete, Detlev Koch, doch die Gelegenheit, die "Reisenden in Sachen Unterhaltung" in der Kur-stadt willkommen zu heißen. Besonders erfreut zeigte sich Koch darüber, dass die Schausteller nach wie vor ein großes Herz für Kinder zeigen.

Nicht nur, dass die Förderschüler der in der Kreisstadt ansässigen Schulen und die Kinder der integrativen Tagesstätte St. Hildegard am Dienstagmorgen wieder zu kostenlosen Karussellfahrten, Imbiss und Getränken eingeladen werden.

Für die Einrichtungen wird unter den Standbetreibern auch immer wieder gesammelt. 1662 Euro sind im vergangenen Jahr zusammen gekommen, in den Jahrzehnten der Neuenahrer Kirmes summieren sich die Spenden auf mehr als 80 000 Euro.