Wahl der Weinkönigin

Der Griff nach der Krone der Ahr

Michelle Skruth (25), Studentin, gibt am Freitagabend die Krone der Ahrweinkönigin ab.

Michelle Skruth (25), Studentin, gibt am Freitagabend die Krone der Ahrweinkönigin ab.

Kreis Ahrweiler. Acht Ortsweinköniginnen bewerben sich am Freitag um die Nachfolge von Ahrweinkönigin Michelle Skruth. Als Regentin lernte Skruth sogar Angela Merkel kennen.

Vor einem Jahr stand das kleine Frühburgunderdorf Bachem Kopf: Nach 40 Jahren „Abstinenz“ holte Michelle Skruth an Pfingsten die Krone der Ahrweinkönigin in den Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Jahr ist fast vorüber, in der Dagernova Eventhalle in Dernau wird „Mitchel“ am Donnerstagabend verabschiedet. Dort werden sich acht junge Damen um sie scharen und genau hinhören, was Skruth aus ihrem ereignisreichen Amtsjahr, in dem sie auch Kanzlerin Angela Merkel begegnete, zu erzählen hat.

Denn die acht Ortsweinköniginnen werden sich keine 24 Stunden später im Ahrweiler Rodderhof nacheinander den Fragen der fachkundigen Jury stellen, die sie auf „Herz und Nieren“ in Sachen Weinwissen, aber auch Schlagfertigkeit, Charme, Natürlichkeit und Spontanität prüfen werden. Bis zum Schluss bleibt also spannend, wer auf dem Ahrweiler Pfingstweinmarkt um 20 Uhr – nach dem „Einmarsch“ mit Trommeln und Trompeten der „Ahrtal-Tramps“ – vor den Augen der Gäste zur Ahrweinkönigin 2016/17 gekrönt wird.

„Auch in diesem Jahr haben wir tolle Bewerberinnen und es wird der Jury nicht leichtfallen, eine der Damen zur Majestät zu küren. Sie alle bringen ideale Voraussetzungen mit. Zudem haben die Kandidatinnen ihr Wissen bei Betriebsbesichtigungen in den Weingütern und Sensorik-Seminaren im International Wine Institute aufgefrischt und intensiviert“, so Marc Adeneuer, Vorsitzender des Ahrwein e.V.

 

Den Weinort Heimersheim vertritt in diesem Jahr Eva Hofmann. Sie lernt bei der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, erinnert sich gerne an ihre Proklamation beim Historischen Weinfest zurück und liebt es, im Sommer mit einem Glas Wein auf der Terrasse zu sitzen. In ihrer Freizeit spielt Eva Querflöte bei der KG „Närrische Landskroner“ und ist bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Für Bachem tritt Janina Fels an. Höhepunkt ihrer Regentschaft war der „Zug der 10 000 Lichter“. In der Karnevalssession ist sie mit den „Bachemer Merle“ auf den Bühnen im Kreis unterwegs.

Die amtierende Ahrweiler Burgundia Theresa Ulrich hatte schon als Siebenjährige den Wunsch, einmal Weinkönigin zu werden und hat die erste Bewerbung in Form einer selbst gemalten Autogrammkarte beim Arbeitskreis Ahrweiler abgegeben. Als Repräsentantin für den Weinort Walporzheim stellt sich Ines Hoffmann zur Wahl. Sie tanzt bei der Ahrweiler KG, bei der sie auch die Mini-Funken trainiert. Für Jennifer Surges aus Dernau ist getreu dem Motto „Da wohnen, wo andere Urlaub machen“ der Herbst die schönste Jahreszeit.

Für den Weinort Rech tritt Jessica Großgarten an. In ihrer Freizeit trifft sie sich gerne mit Freunden und geht ihrem Hobby, dem Motorsport, nach. Elena Metzinger geht für Mayschoß ins Rennen. Sie widmet sich in ihrer Freizeit gerne ihrem Hobby, dem Fotografieren. Die Kandidatin aus Altenahr heißt Celine Schäfer. Sie bevorzugt einen trockenen Riesling und würde gerne einmal nach Südafrika reisen. In ihrer Freizeit spielt sie Klarinette im Blasorchester Altenahr.

Doch auch Michelle Skruth kann sich in Sachen Prüfungsstress ab Freitag nicht entspannt zurücklehnen. Sie stellt sich am Samstag, 24. September, im Vorentscheid in Mainz zur Wahl der Deutschen Weinkönigin.