Regierungsbunker in Ahrweiler

Der 450.000. Besucher wird erwartet

Der Regierungsbunker in Ahrweiler.

Ahrweiler. Die Fahnen sind gehisst und weisen den Besuchern den Weg zur Dokumentationsstätte Regierungsbunker. Die ersten 500 Besucher des Jahres haben das erste Wochenende der Wiedereröffnung nach der Winterpause genutzt und das ehemalige "Staatsgeheimnis Nr. 1" besichtigt.

Ab sofort ist der Regierungsbunker wieder für Einzelbesucher geöffnet: Mittwochs, samstags und sonntags sowie an den Feiertagen können sich die Besucher einen Einblick in das bedeutende Baudenkmal des Kalten Krieges verschaffen. Die Führungen finden laufend in der Zeit von 10 Uhr bis 16.30 Uhr statt.

Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich. Für Gruppenführungen steht der Regierungsbunker ganzjährig, außer montags, offen. "Der Bunker ist auch an Karfreitag und am Ostermontag geöffnet", sagt Museumschefin Heike Hollunder.

[kein Linktext vorhanden]Im fünften Jahr seit der Eröffnung des Museums in 2008 wird der 450.000. Besucher erwartet. "Eine unvorstellbare Zahl, wenn man sich an die ersten Schätzungen vor der Eröffnung erinnert", so Hollunder.

Wilbert Herschbach, Vorsitzender des Heimatvereins Alt-Ahrweiler als Träger des Museums, ergänzt: "Anfangs gingen wir von 50 Besuchern pro Woche aus, heute sind es im Herbst bis zu 4000 Besucher in der Woche. Ein Blick ins Gästebuch, wie auch die Unterhaltung mit den Bunkerbesuchern beweist, wir werden dem gerecht."

Die Besucher seien nach den Führungen sehr beeindruckt und "wir wissen, dass das Thema viel Gesprächsstoff bietet". In der Winterpause haben wieder Objekte, die ehemals aus dem Bunker stammen, ihren Weg zurück ins Museum gefunden.

So zum Beispiel eine überdimensionale Brotmaschine, die in einem Gebäude der Ahrweiler Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz lagerte und von dortigen Mitarbeitern zurückgebracht wurde. "Ein Highlight aber wird der ehemalige Friseursalon sein", verspricht Museumsleiterin Heike Hollunder, "den wir im April bekommen.

Die Teile befinden sich noch im Deutschen Historischen Museum in Berlin, der Leihvertrag ist aber bereits unterschrieben und wir freuen uns sehr, die Fotos des Salons gegen die originalen Objekte auszutauschen und unseren Besuchern dieses einzigartige Stück Bunkergeschichte nun bald live präsentieren zu können".

Infos zum Bunkermuseum unter www.dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu.