Privatschullehrer Hermann-Joseph Löhr überbringt Spende

Carpe Diem unterstützt Schüler in Ghana

Hermann-Joseph Löhr (Mitte) mit Kollegium und Schülern aus Awukugua sowie dem Schulleiter der Junior High School.

Hermann-Joseph Löhr (Mitte) mit Kollegium und Schülern aus Awukugua sowie dem Schulleiter der Junior High School.

BAD NEUENAHR. Bundesweit ruft die Politik Schüler auf, den Menschen in Afrika zu helfen. Carpe Diem, Privatschule in Bad Neuenahr, zieht jetzt Bilanz: "Mit Hand, Herz, Verstand und sportlichem Ehrgeiz engagieren sich die Schüler und das Kollegium der Privaten Realschule/Gymnasium Carpe Diem im Projekt 'Direkt-Hilfe für die Junior High School in Awukugua in Ghana'", so Direktor Luca Bonsignore.

"Für deutsche Familien ist es selbstverständlich, dass ihre Kinder eine Schule besuchen oder ausgebildet werden. Das fällt vielen ghanaischen Familien schwer. Wir helfen daher seit mehr als fünf Jahren in Ghana."

Auf Bitte von Bonsignore besuchte nun Lehrer Hermann-Joseph Löhr die Partnerschule. Er erörterte mit dem dortigen Kollegium und der Schülerschaft, welche weitere Förderung benötigt wird. Bonsignore: "Die Junior High School ist ein zentrales Hilfsprojekt unserer Schulgemeinschaft.

In Awukugua erhalten die Kinder gute Verpflegung, ordentliche Kleidung, Hygiene, ärztliche Versorgung, einen strukturierten Tagesablauf und eine gute Schulbildung. Auch der Transport der Kinder zu der Schule ist durch eigene Mini-Schulbusse sichergestellt, denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht."

Unter Federführung von Lehrerin Annette Flackus hat Carpe Diem für die afrikanischen Schüler vor vier Jahren einen Computerraum ausgestattet und vor drei Jahren eine Bibliothek ans Schulgebäude anbauen lassen. Camilla Klinkmüller und Stefanie Bedow, Sozialpädagoginnen des Carpe Diem Internates, gestalteten in den Herbstferien die Bibliothek mit den Schülern farbig. Im Dezember 2014 spendete die Schülerschaft erneut 3200 Euro, die Löhr nun in bar überbrachte für ein neues Lehrerzimmer.

Löhr berichtete nach seiner Rückkehr, dass der Bau bald beginnen wird. "Das jetzige Lehrerzimmer ist ein Allzweckraum, ist Direktorzimmer, Bastelraum, wird für Elterngespräche genutzt, ist der einzige Pausenraum für die Kollegen und dient auch noch als Kindergarten für die jüngsten Sprösslinge einiger Kolleginnen."

 Die meisten Menschen könnten es sich nicht leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken, dafür Schulgeld zu bezahlen, Bücher und die in Ghana übliche Schuluniform zu kaufen. Bildung sei der Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

"Mir ist es ganz wichtig, dass die jungen afrikanischen Schüler mehr Schulbücher erhalten. Da in Ghana Englisch als verbindliche Sprache für alle unterrichtet wird, können in Deutschland für deutsche Schulen gedruckte Englischbücher auf jeden Fall dort eingesetzt werden", so Löhr.