Reduzierung der Wildunfallzahlen

CDU will blaue Reflektoren am Straßenrand

Für blaue Reflektoren: Ralf Schmidt (v.l.), Tino Hackenbruch, Gabriele Hermann-Lersch, Thomas Güthe, Ariane Beigi, Michael Korden, Klaus Schneider und Guido Ernst.

Für blaue Reflektoren: Ralf Schmidt (v.l.), Tino Hackenbruch, Gabriele Hermann-Lersch, Thomas Güthe, Ariane Beigi, Michael Korden, Klaus Schneider und Guido Ernst.

KREIS AHRWEILER. Der CDU-Kreisvorstand Ahrweiler befasste sich jetzt mit der Aktion "Blau auf allen Straßen" der Kreisjägerschaft. Mit den blauen Reflektoren an den Straßenbegrenzungspfosten sollen Wildtiere abgeschreckt werden, die Straßen zu überqueren.

Thomas Güthe, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, und Ralf Schmidt als Obmann für Naturschutz stellten den Christdemokraten ihre Initiative vor.

Im Jahr 2015 wurden 2000 Wildwarnreflektoren an den Kreis- , Land- und Bundesstraßen an besonders unfallträchtigen Straßenabschnitten in 24 Jagdrevieren erfolgreich montiert. Das entspricht einer Länge von über 1000 Straßenkilometern.

Nach ersten Rückmeldungen aus den teilnehmenden Revieren hätten sich die Wildunfallzahlen drastisch verringert. "In manchen Fällen sogar bis zu 100 Prozent", so die Kreisjägerschaft. Das Prinzip der Halbkreisreflektoren ist simpel: Blau ist die einzige Farbe, die von den Schalenwildarten wahrgenommen wird.

Werden die Reflektoren in der Dunkelheit von den Scheinwerfern eines Autos angestrahlt, baut sich eine Art "blauer Lichtvorhang" vor den Wildtieren auf. Er soll in diesem gefährlichen Moment die Wildtiere am Wechseln der Straßenseite hindern.

Die Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes begrüßten diese Aktion ausdrücklich, da hier Menschen und Tiere nachweislich vor Gefahren geschützt werden. Man will sich nunmehr gemeinsam mit der Kreistagsfraktion bemühen, diese Aktion zu unterstützen. Zurzeit belaufen sich die Kosten für einen blauen Reflektor auf etwa fünf Euro pro Stück.

Ziel müsse es nach übereinstimmender Ansicht der Jägerschaft und der Kreis-CDU sein, diese erfolgreiche Aktion weiter fortzuführen, damit die Zahl der Wildunfälle sich deutlich verringert.