Ahrwein und Molekularbiologie

Bundesforschungsministerium unterstützt wissenschaftliches Projekt

Weinexperten (von links): Martin Hebel, Cecilia Diaz, Thomas Lettmann, Hubert Pauly und Günter Schüller in der Dagernova.

KREIS AHRWEILER. Was unterscheidet Ahrwein von Bordeaux oder Weinen aus Chile? Das will nicht nur Weinbau-Präsident Hubert Pauly aus Ahrweiler wissen. Liegt es an der Lage, dem Terroir, Inhaltsstoffen oder der Qualität der spontanvergärenden Hefen? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler jetzt nach.

Der sogenannte Vitispontest zur Spontangärung wird vom Bundesforschungsministerium mit einer Million Euro gefördert. Das erklärte Pauly gestern bei einem Ortstermin im Labor von Kellermeister Günter Schüller von der Dagernova-Genossenschaft.

Mit dabei: der Molekularbiologe Mark Böcking und die chilenische Mikrobiologin Cecilia Diaz vom Fraunhofer-Institut sowie Thomas Lettmann und Martin Hebel vom ausführenden Qualitätslabor QHP bei Hamm.

Konkret geht es laut Hebel darum, in den nächsten Jahre möglichst klare Parameter zur Qualität des Ahrweins zu erfassen, um dem Verbraucher möglichst komplette Informationen zu liefern.

So ist laut Pauly vorgesehen, dass der Kunde künftig über einen QR-Code Qualitätsmerkmale direkt abfragen, die Besonderheiten der einzelnen Lagen erfassen und auf Informationen über den betreffenden Winzer zugreifen kann. Im Idealfall kann sich der Weinfreund ansehen, wie die Trauben seines Weines gelesen werden. Pauly: "Ein neues Zeitalter des Weintourismus beginnt."