Volksbank Rhein Ahr Eifel

Bilanz weist stabilen Ertrag und Kreditwachstum aus

Präsentierten in Mayen die Bilanz 2018 der Volksbank Rhein Ahr Eifel: Vorstandsmitglied Sascha Monschauer (v.l.), Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz und Vorstandsmitglied Markus Müller.

Präsentierten in Mayen die Bilanz 2018 der Volksbank Rhein Ahr Eifel: Vorstandsmitglied Sascha Monschauer (v.l.), Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz und Vorstandsmitglied Markus Müller.

KREIS AHRWEILER. Die Volksbank Rhein Ahr Eifel hat ihre Bilanz für 2018 vorgestellt. Diese weist nach Steuern einen Gewinn von 19 Millionen Euro aus. Das Institut strebt für 2019 die Fusion mit der Volksbank Koblenz Mittelrhein an.

Die Volksbank Rhein Ahr Eifel eG hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Es wurde nach Steuern ein Gewinn von 19 Millionen Euro erzielt. Die Bilanzsumme stieg um 4,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Auch ihr Eigenkapital konnte die Genossenschaftsbank deutlich stärken. Es wuchs auf 300 Millionen Euro. „Trotz des herausfordernden Marktumfeldes ist das Vertrauen der Kunden in die Bank ungebrochen“, so Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz bei der Vorstellung der Bilanz, die er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Sasche Monschauer und Markus Müller präsentierte.

2018 betreute die Bank ein Volumen von 5,4 Milliarden Euro (siehe Infokasten). Das sind gut 250 Millionen Euro mehr als 2017. Ein Plus verzeichnete die Bank auch bei den Kundenkrediten. Sie stiegen um acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. 2018 konnte die Bank zudem rund 3100 neue Kunden und mehr als 2600 neue Mitglieder gewinnen.

„Das Jahr 2018 war geprägt von politischen Herausforderungen, die sich auch auf die Finanzmärkte ausgewirkt haben. In diesen turbulenten Zeiten ist unsere Bank mehr denn je starker Partner für die Menschen und Unternehmen in unserer Heimat. Unsere Ertragskraft konnten wir stärken und so in digitale Services und unsere Beratungsqualität investieren, um unser Kerngeschäft weiter zu festigen. Darüber hinaus waren wir 2018 wieder Förderer für die Region“, so Schmitz.

Volksbank mit Titel „Premier-Bank“ gekürt

Dass die Bank mit dieser Strategie einen guten Weg eingeschlagen habe, zeige auch der Gewinn der höchsten Auszeichnung der Oskar-Patzelt-Stiftung (der GA berichtete). Sie kürte die Volksbank mit dem Titel „Premier-Bank“ und damit zur besten Mittelstandsbank Deutschlands. „Die Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit. Sie motiviert und spornt uns an, gut zu bleiben beziehungsweise noch besser zu werden“, versprach Schmitz. Auch in diesem Jahr wird die Bank der Vertreterversammlung die Ausschüttung einer Dividende an die Eigentümer von fünf Prozent vorschlagen.

Die Genossenschaftsbank stellte 2018 neue Kredite in Höhe von 455 Millionen Euro bereit. Die bilanziellen Ausleihungen stiegen auf insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von acht Prozent. „Bei den Neuausleihungen gibt es wieder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gewerblichen und privaten Krediten“, erklärte Schmitz. „So haben wir beispielsweise 2018 rund 1000 Baufinanzierungsprojekte unserer Privatkunden realisiert.“ Ein Blick auf die Kundeneinlagen zeigt, dass sie trotz der unbefriedigenden Zinssituation der Bank ihr Geld anvertrauen. Sie stiegen auf 2,1 Milliarden Euro. Insgesamt betreute die Bank ein Kundenvolumen von 5,4 Milliarden Euro, davon entfallen 1,5 Milliarden Euro auf die Partner aus dem genossenschaftlichen Verbund.

Doch auch die Kommunen profitierten, so Schmitz, von der steigenden Ertragskraft. Die Bank zahlte an Ertragssteuern 8,3 Millionen Euro, das sind 20 Prozent mehr als im schon starken Jahr 2017. Darüber hinaus zahlten die Mitarbeiter 4,5 Millionen Euro Lohnsteuer. Auch im Hinblick auf die geplante Fusion mit der Volksbank Koblenz Mittelrhein (siehe Infokasten) sichert der Vorstand der Volksbank Rhein Ahr Eifel den Kommunen Planungssicherheit zu. „So sind nicht nur die Arbeitsplätze in der Region, sondern auch die Gewerbesteuer nachhaltig gesichert“, so Schmitz.

2018 flossen 850 000 Euro an Spenden und Sponsoring-Geldern in die Region. Allein die Bürgerstiftung der Bank habe knapp 450 Projekte mit rund 216 000 Euro unterstützt. Über den Zukunftspreis Heimat sei die Region mit weiteren 25 000 Euro gefördert worden. Darüber hinaus konnten über die Spendenplattform „Viele schaffen mehr“ bislang mehr als 51 000 Euro für Vereine und Initiativen gesammelt werden.

Den 200. Geburtstag von Gründervater Friedrich Wilhelm Raiffeisen würdigte die Bank 2018 mit einer Wanderausstellung in den Filialen, einer eigens konzipierten Genossenschaftsmesse sowie einer Gedenkplakette für das Alte Rathaus in Mayen. „Uns ist wichtig, den Geist Raiffeisens auch über das Jubiläumsjahr hinaus mit Leben zu erfüllen und Werte wie Mitbestimmung und Partizipation zu achten und an unsere Mitglieder und Kunden weiterzutragen. Denn genau das hebt uns gegenüber den übrigen Banken sowie den Sparkassen ab“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Das Spektrum an digitalen Services reiche von Apps fürs Banking, Karten fürs mobile Bezahlen, über einen Geldanlageassistenten bis hin zu einem Service-Portal für Firmen. „Unsere hohe Beratungsqualität stellten wir in mehreren Tests unter Beweis. So wurden wir zwei Mal 'Beste Bank vor Ort' für unsere Privatkunden- und Firmenkundenberatung, gewannen den Test von 'Die Welt' für unsere Baufinanzierung sowie den 'CityContest' von Focus Money für die Privatkundenberatung.“⋌