Weihnachtsmarkt-Bilanz der Werbegemeinschaft Ahrweiler

Besucherstrom reißt nicht ab

Wegen der besonderen Atmosphäre ist der Ahrweiler Weihnachtsmarkt beliebter Treff.

Wegen der besonderen Atmosphäre ist der Ahrweiler Weihnachtsmarkt beliebter Treff.

AHRWEILER. Am Sonntag war der letzte von insgesamt zwölf Weihnachtsmarkt-Tagen in Ahrweiler. Veranstalter ist die Werbegemeinschaft Ahrweiler, deren Vorsitzender Siegfried Eberle eine erste Bilanz zog.

Die fiel auch in diesem Jahr wieder äußerst positiv aus. Auch wenn es keine Besucherzählungen gibt, so steht für Eberle fest, dass der Andrang auch in diesem Jahr unterm Strich noch etwas größer war, als in den vergangenen Jahren.

"Besonders an den Freitagen haben wir einen starken Besucherzuwachs verzeichnet. Es sind dann in erster Linie die Menschen aus der Stadt und den umliegenden Orten, die den Weihnachtsmarkt besuchen", so Eberle.

Samstag und Sonntag gehört die Budenstadt eher den Touristen, die auch in diesem Jahr wieder in Scharen kamen. Vor allem die Zahl der Busreisenden hat sich erhöht, seitdem die Stadt die Werbegemeinschaft mit der Verkehrslenkung mittels Schildern und Personal an den Spitzentagen unterstützt.

"Da sind wir zu großem Dank verpflichtet. Busunternehmen, die Ahrweiler wegen eines regelrechten Parkchaos in der Vergangenheit gemieden haben, kehren nun wieder zurück", hat der Werbegemeinschaftsvorsitzende festgestellt.

Meist sind es Tagestouristen, die in den Bussen sitzen. Die kommen überwiegend aus dem Bergischen Land bis hin nach Siegen, aus dem Ruhrgebiet oder aus dem Düren-Aachener Raum. Auch aus den angrenzenden Beneluxstaaten werden immer wieder Fahrzeuge in Ahrweiler gesehen.

Ein Publikumsmagnet bleibt der Mitternachts-Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem dritten Advent, auch wenn es da in diesem Jahr regnete. Eberle: "Dennoch haben wir allein an dem Samstag rund 100 Busse gezählt, am gesamten dritten Wochenende schätze ich die Besucherzahl auf 15 000."

Die Einbeziehung des Blankartshofes und des Platzes "Auf der Rausch" habe sich bewährt, der ausgeschilderte Rundgang entspanne die Situation doch erheblich.

Allerdings sieht der Vorsitzende der Werbegemeinschaft durchaus noch Verbesserungspotenzial, gerade in den neuen Bereichen: "Hier müsste noch ein Glühweinstand hin, damit die Gäste auch hier länger verweilen.

Außerdem bedarf es einer üppigeren Dekoration in den neuen Bereichen." Es gibt also noch genügend Luft nach oben und auch nach 25 Jahren Weihnachtsmarkt sind immer wieder Neuerungen zu finden.

So gab es in diesem Jahr hinter dem Blankartshof an einem Stand nicht nur Bekleidung aus Alpaka-Wolle, sondern auch Alpakas in einem kleinen Streichelzoo. Nicht nur für die Kinder war das etwas ganz Besonderes. Auch das neue Schützenmuseum öffnete seine Pforten und wurde in den Markt mit einbezogen. Überhaupt sind es die Besonderheiten und die Unikate, die den Weihnachtsmarkt ausmachen.

In einem großen Teil der 63 Holzhütten bieten Menschen Waren an, die sie übers Jahr selbst hergestellt haben. "Keine Massenware, wie auf vielen anderen Märkten. Das macht den besonderen Flair hier aus.

" Das ist aber auch das Problem, wenn man über eine Ausweitung der Öffnungszeiten nachdenkt, wie es in Ahrweiler vielfach angesprochen wird. Die meisten Anbieter gehen unter der Woche ihrer normalen Arbeit nach und haben keine Möglichkeit, ihre Hütte zu öffnen. "Und einen halb geöffneten Weihnachtsmarkt können wir den Menschen nicht anbieten", so Michael Schuch.

Froh zeigt sich die Werbegemeinschaft über vieles, was rund um den Markt passiert, wie die Aktion des Backesvereins der Niederhut, wo Kinder an einem Samstag unter Anleitung Plätzchen gebacken haben. "Es müsste viel mehr solcher Ideen geben", so Eberle.

Dass vor allem in der Oberhut zahlreiche Höfe ihre Tore öffneten und ebenfalls Weihnachtsartikel oder Getränke anboten, sieht Eberle ebenfalls gerne, er betont aber, dass es schön wäre, wenn sich auch diese Anbieter mit einem Obolus an den Kosten beteiligen würden. Trotz hoher Einnahmen aus den Standgebühren macht die Werbegemeinschaft mit dem Markt nämlich immer noch ein Minus, 2013 waren es fast 2000 Euro.