Sonderpädagogisches Förder- und Beratungszentrum

Bad Neuenahrer Don-Bosco-Schule wird Förderzentrum

Projektwoche in der Don-Bosco-Schule: Gemeinsames Üben schafft Vertrauen.

Projektwoche in der Don-Bosco-Schule: Gemeinsames Üben schafft Vertrauen.

KREIS AHRWEILER. Die Don-Bosco-Schule in Bad Neuenahr unterstützt ab 2019 Grundschüler und Kindergartenkinder, Eltern, Lehrer und Erzieher. Das SFBZ soll mit Beratungen und Unterstützungen zum Gelingen des inklusiven Unterrichts beitragen.

Einstimmig hat der Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement des Kreises Ahrweiler in seiner jüngsten Sitzung die Weiterentwicklung der Don-Bosco-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu einem Sonderpädagogischen Förder- und Beratungszentrum (SFBZ) auf Kreisebene befürwortet. Das SFBZ soll die Regelschulen in allen sonderpädagogischen Fragestellungen beraten und unterstützen und damit zum Gelingen des inklusiven Unterrichts beitragen.

Mit dem Schritt soll das SFBZ künftig die Aufgaben der integrierten Förderung für die Grundschulen übernehmen. Es handelt sich dabei insbesondere um sonderpädagogische Fördermaßnahmen für Kinder mit Teilleistungsstörungen in den allgemeinen Grundschulen. Diese werden durch Förderschullehrer erbracht, die von den Förderschule abgeordnet werden mit dem Ziel, die betroffenen Schüler an das Leistungsniveau der Grundschule heranzuführen. Allerdings muss der Kreis als Schulträger noch einen Antrag beim zuständigen Bildungsministerium in Mainz stellen, damit die Don-Bosco-Schule als SFBZ beauftragt wird.

Derzeit besuchen insgesamt 520 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schulen im Kreis Ahrweiler. Davon werden 432 Schüler an den fünf Förderschulen sowie 88 an fünf Schwerpunktschulen unterrichtet. Die Schulleitungen der Förderschulen haben bereits in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde und dem Schulträger ein Konzept erarbeitet, wie das SFBZ ausgestaltet werden könnte.

So soll die Don-Bosco-Schule zum Schuljahr 2019/20 als solches seinen Dienst aufnehmen. Sie wird dann von der Janusz-Korczak-Schule (Sinzig), der Levana-Schule (Bad Neuenahr-Ahrweiler) und der Burgwegschule (Burgbrohl), welche allesamt als Stammschulen für Beratung fungieren, unterstützt. Die Unterstützung bezieht sich hauptsächlich auf Fragen der angemessenen Berücksichtigung dessen, wie sich eine konkrete Behinderung auf das schulische Lernen des Betroffenen auswirkt, und welche Maßnahmen nötig sind, um die Umsetzung eines inklusiven Unterrichts zu gewährleisten.

Gibt es einen Schüler mit „drohendem“ oder bereits bestehenden Förderbedarf, können die Lehrkräfte eine Beratungsanfrage an das SFBZ stellen. Das können aber auch Erzieher von Kindertagesstätten sowie die Eltern selbst tun.

Dialog zwischen Förderschul- und Klassenlehrer

Sie melden ihren Unterstützungsbedarf an, beschreiben die Situation und formulieren ihre konkrete Fragestellung. Im Dialog zwischen Förderschul-Lehrkraft und Klassenlehrer werden die Ziele der Unterstützung, auf den Einzelfall bezogen, festgelegt. Die erforderlichen Maßnahmen werden geplant und der Zeitrahmen der Unterstützung festgelegt, so sieht es das Konzept vor.

Die Art der Förderung und deren Dauer hängt dabei von der Fragestellung und den angestrebten Zielen ab. Zu den Unterstützungsmethoden sollen individuelle, auf sonderpädagogischer Diagnostik basierende Fördermaßnahmen im Unterricht gehören, aber auch die Anleitung von Lehrkräften. Nach Möglichkeit soll die Don-Bosco-Schule schon im Schuljahr 2019/20 ihre Arbeit aufnehmen. Das Konzept soll bis dahin detailliert ausgearbeitet werden, beschloss der Werksausschuss einstimmig.