Fassanstich in Rekordzeit

Bad Neuenahr gibt Startschuss für fünftägiges Kirmesspektakel

Zwei Schläge, dann sprudelt das Kölsch, und es kann auf die Eröffnung angestoßen werden. FOTO: GAUSMANN

Zwei Schläge, dann sprudelt das Kölsch, und es kann auf die Eröffnung angestoßen werden. FOTO: GAUSMANN

Bad Neuenahr. Am ersten Oktober-Wochenende eröffnet bei sommerlichen Temperaturen die Kirmes in Bad Neuenahr. Die jährliche Sammlung zugunsten der Förderschulen bringt 1650 Euro ein.

Sie ist die größte im Kreis und die letzte im Jahresreigen: die Bad Neuenahrer Kirmes am ersten Oktober-Wochenende. Der mit zwei Schlägen zielführende Fassanstich von Ortsvorsteher Heinz Dieter Brand im Beisein des Beigeordneten Detlev Koch, von Marktmeister Dieter Krohn sowie Vertretern von Politik, Polizei und Schulen gab bei sommerlichen 26 Grad den offiziellen Startschuss für das fünftägige Spektakel auf der Festmeile.

Zuvor hatte Koch die Schausteller im Rathaus empfangen und ihnen für die jährliche Sammlung zugunsten der Förderschulen Levana und Don Bosco sowie der Kita Sankt Hildegard gedankt. 1650 Euro kamen diesmal zusammen, insgesamt schon mehr als 90.000 Euro. Worüber die Kinder dieser Einrichtungen besonders traurig sind, ist der Umstand, dass sie Ferien haben. Daher entfällt der Kirmesbesuch mit Freifahrten. Trotzdem erklärten sich die Schausteller bereit, bei der Sammlung am Montagabend ebenso wieder mitzumachen, wie auch durch einen Beitrag das Feuerwerk am Dienstagabend möglich zu machen.

Was im Jahr 2022 bei der Landesgartenschau in Sachen Kirmes möglich sein wird, das konnte Koch abschließend nicht beantworten: „Wir werden Ihre Belange berücksichtigen.“ Geehrt wurden die Beschicker Doris und Dieter Milz. Mit ihrem Ausschank „Petit Bistro“ kommen die Kölner seit 40 Jahren nach Bad Neuenahr. Statt Bullenreiten hatte die KG „Schinnebröder“ am Alten Rathaus einen „Bullenschluck“ für die Gäste des traditionellen Rundgangs vorbereitet. Dort am Moses-Haupteingang stehen übrigens auch statt mit Sand gefüllte Container wie in Dernau riesige Blumenampeln als präventive Sicherheitsmaßnahme.