"Europäischer Kulturkreis"

Bad Breisiger Malerin Liesegard Feiland ausgezeichnet

Preisverleihung durch Hans-Detlef Klimas: Liesegard Feiland (2.v.r.) mit Marianne Zorn (rechts) und Suzanne Schwellinger.

BAD BREISIG. Sie malt naiv und gegenständlich, aber im Moment auch gerne abstrakt und großformatig. Liesegard Feiland fühlt sich in vielen Stilrichtungen zu Hause.

Ihre Werke hat die Künstlerin aus Bad Breisig unter anderem bereits mehrfach in Baden-Baden ausgestellt, und bei ihrem jüngsten Besuch dort ist sie vom "Europäischen Kulturkreis" für ihre künstlerischen Leistungen mit der Euro-Kunstplakette in Silber ausgezeichnet worden.

Überreicht hat sie ihr der Direktor des "Europäischen Kulturkreises" Baden-Baden, Hans-Detlef Klimas, in Anwesenheit der Generalkonsulin des Thailändischen Königreichs, Marianne Zorn, und der Präsidentin der Gesellschaft "Frauen für Europa", Suzanne Schwellinger.

Anlass war die Vernissage zur Ausstellung mit Exponaten Feilands sowie von Künstlern auch aus Österreich, Uruguay und der Schweiz in der Galerie "Kleiner Prinz" von Galerist Wolfgang Friedrich, wo wegen der Nähe zum Festspielhaus immer wieder auch Prominente zu Gast seien, erklärt die Bad Breisigerin. Sie hat wiederholt in der Galerie ausgestellt.

Nach der Veröffentlichung eines Artikels im Internet habe die Galerie sie angeschrieben, und sie zugesagt. In der Galerie hat der "Europäische Kulturkreis", eine Art Club, der sich seit 1972 unter Klimas die Pflege von Kunst, Kultur und Völkerverständigung auf die Fahnen geschrieben hat und zu prominent besetzten Soirees und Vorträgen einlädt, auch schon mehrfach die undotierte Plakette "für hervorragende künstlerische Leistungen" verliehen.

"Trotz einiger Gemeinschaftsausstellungen in Bad Breisig bin ich hier wenig bekannt", stellt Feiland fest. Auch wenn sie schon mit Einzelausstellungen im "Kurhaus-Café" und im "Hotel zur Mühle" Bad Breisig sowie in Gemeinschaftsausstellungen bei der "Biennale Wasser" und im "Kulturbahnhof" Bad Breisig sowie außerdem mit Werken in Hennef und Wiesbaden zu sehen war.

Aber sie lebe eher zurückgezogen. Ihr Haus indes ist angefüllt mit ihrer Kunst: von Blumenarrangements über Ozeanbilder in auffälligen Blau- und Grüntönen bis hin zu abstrakten Gemälden, nicht selten mit geometrischen Formen und in lebhaften Farben. Die gebürtige Dortmunderin, die seit 13 Jahren in Bad Breisig und zuvor in Norddeutschland, Hessen und Lohmar wohnte, malt als Autodidaktin von Jugend an.

Unterricht erhielt sie unter anderem von den Kunstpädagoginnen Maria Drolshagen (Bad Breisig) und Tatjana von Falkenstein (Bonn) sowie von den Dozenten Anne Waldvogel (Lindlar) und Fred Schäfer-Schällhammer (Bonn). Eine weiße Leinwand ist für Feiland eine Herausforderung. Die Malerei sei im Moment ihr Leben.

"Wenn ich andere Bilder oder einen Film sehe, inspiriert mich das", sagt sie und dass ihr Kopf überquelle mit weiteren Ideen, die sie umsetzen möchte. Im Moment seien das collagenartige Acrylbilder mit heimischen Materialien. Mehr will sie noch nicht verraten.