14 Betriebe an Bord

Auch junge Nahe-Winzer dabei

Zwei Wochen vor der Feier war die Veranstaltung ausverkauft. FOTO: MARTIN GAUSMANN

Zwei Wochen vor der Feier war die Veranstaltung ausverkauft.

AHRWEILER. Zu achten Mal feierten die Jungwinzer an der Adenbachhütte.

Eilig hatten sie es nicht. Die überwiegend jungen Besucher von Schlahrvino, die sich meist lässig gekleidet auf den Weg von der Adenbachhut zur Adenbachhütte machten, ließen sich Zeit. Riesige Menschentrauben bildeten sie vor den fünf Stationen am Wegesrand, wo sie auch Olivenöl aber vor allem Weine verkosteten und angeregte Gespräche führten.

Schnell gewesen waren sie indes beim Vorverkauf, denn die 900 Karten waren erstmals schon zwei Wochen vor der Veranstaltung ausverkauft, so dass es keine Abendkasse mehr gab. "Eine Sache, für die wir eine Lösung finden müssen", erklärte Heiko Schäfer, Vorsitzender der Schlahrvino-Vereinigung, die auch der 12. Auflage des speziellen Wein-Ereignisses seinen Namen gibt. Wie oder wo das sein könnte, wusste er noch nicht.

Nach den Erstauflagen in Sinzig und "Ausflügen" an den Ahrweiler Regierungsbunker und im Vorjahr auf den Dernauer Krausberg, wo ein Shuttlebus eingesetzt werden musste, wurde die Schlahrvino-Weinparty bereits zum achten Mal an der Adenbachhütte gefeiert.

Dort sei der Weg nach oben gut zu erreichen und nicht zu lang für die gleichsam ausnahmslos zu Fuß eintreffenden Besucher. Auch die logistischen Möglichkeiten und das Ambiente stimmten. Bereits seit fünf Tagen liefen die Kühlwagen, und meterhohe florale Installationen, von innen beleuchtete Tresen sowie nach Einbruch der Dunkelheit Fackelschein und Laserstrahlen unterm Blätterdach schufen Atmosphäre.

Dazu gab es eine Premiere: Neben einer Blindweinprobe von Ahrwein und Kreationen aus allen 14 Schlahrvino-Betrieben am Ziel standen erstmals bei Schlahrvino an drei Unterwegs-Stationen Nahe-Weine hoch im Kurs. "Zum ersten Mal haben wir uns mit den ?Nahe 7' Jungwinzer aus einer anderen Region eingeladen", erklärte Schäfer.

Nicht nur er wünsche sich das, was zwischen den beteiligten 28 Jungwinzern aus 14 Ahr-Betrieben bei Schlahrvino schon funktioniert, auch zwischen, respektive mit Jungwinzern aus anderen Regionen, die in ihren Betrieben etwas bewegen und Neues schaffen wollten: mehr Austausch und Miteinander.

Anliegen von Schlahrvino sei es schließlich, über den Tellerrand zu schauen. Das könne irgendwann auch darin gipfeln, "dass alle Jungwinzervereinigungen Deutschlands einmal gemeinsam ein Event auf die Beine stellen". Aber das war noch Zukunftsmusik.

Die Gegenwartsmusik hingegen machte in bewährter Manier Cathal Dolan, der Ire, der aus Dublin stammt und Songs von James Blunt genauso drauf hatte wie solche von Pink Floyd, Reamonns "Supergirl" und Billy Joels "Pianoman".

Auch DJ Aze alias Manuel Paffenholz aus Gelsdorf legte wieder auf. Was gerne draußen gefeiert wurde, musste allerdings aus den bekannten Lärmschutzgründen zu vorgerückter Stunde in die Adenbachhütte verlagert werden.