Arbeitsmarkt im Ahrkreis

Arbeitslosenquote an der Ahr bei nur 3,2 Prozent

Ein Arbeiter auf einer Baustelle.

Ein Arbeiter auf einer Baustelle.

KREIS AHRWEILER. Der Agenturleiter prognostiziert, dass es bei Ausbildungsberufen für Bewerber bald zeitlich eng wird. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Ahrweiler ist im Mai weiter zurück gegangen. Dies berichtete Frank Schmidt, Leiter der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. Es gibt nach wie vor viele offene Stellen, so dass selbst diejenigen, die ihre Arbeit verlieren, gute Chancen haben, schnell wieder einen neuen Job zu finden, unterstrich Schmidt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,2 Prozent.

Schmidt riet Schulabgängern, sich schnell zu entscheiden, welche Ausbildung und weitere Beschäftigung sie aufnehmen wollten. Die Zeit werde langsam aber sicher knapp, da die meisten Ausbildungsberufe spätestens Anfang September starten.

Obwohl es seit Jahren mehr Ausbildungsangebote als Bewerber gebe, gingen in jedem Sommer einige junge Leute leer aus und verlören oftmals ein ganzes Jahr. „In den meisten Fällen ist das völlig unnötig“, betont Schmidt und appellierte an alle, die ihre Zukunftsplanung bislang vor sich hergeschoben haben, das Angebot der Berufsberatung wahrzunehmen und sich bei der Ausbildungsplatzsuche helfen zu lassen.

Ein robuster, regionaler Arbeitsmarkt

Im Landkreis Ahrweiler haben das seit Beginn des Ausbildungsjahres im September 2018 immerhin 523 junge Leute getan, 251 von ihnen sind offiziell noch auf der Suche. Im gleichen Zeitraum meldeten die Arbeitgeber des Ahrkreises 628 offene Ausbildungsstellen. 332 sind derzeit noch unbesetzt. Statistisch betrachtet kommen damit 1,3 Stellen auf jeden Bewerber. Ein Blick in die Statistik bestätigt auch, dass sich die günstige Lage bei der Arbeitslosigkeit fortsetzt. Im Kreis werden Ende Mai 2252 arbeitslose Frauen und Männer gezählt. „Der Rückgang ist damit nicht mehr so ausgeprägt wie im vergangenen Monat, als viele im Winter entlassene Beschäftigte wieder eingestellt wurden. Aber die Zahlen gehen noch immer zurück. Das zeigt, wie robust der regionale Arbeitsmarkt nach wie vor aufgestellt ist.“

Das Sozialgesetzbuch (SGB) regelt die unterschiedlichen Arbeitslosigkeitsklassifizierungen, nämlich die Absicherten über die Arbeitslosenversicherung einerseits und die Bezieher von Grundsicherung (Hartz IV) andererseits. Im Ahrkreis sind derzeit 1049 Arbeitslose weniger als ein Jahr arbeitslos gemeldet, Harz IV-Bezieher sind zurzeit 1203 Menschen.

Der Zahl der Arbeitslosen stehen aktuell 706 unbesetzte Stellen gegenüber.