Rückblick auf ein bewegtes Jahr als Ahrweinkönigin

Ahrweinkönigin Irena Schmitz reicht die Krone weiter

AHRWEILER. Ein Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Erlebnissen rund um den Wein neigt sich dem Ende zu: Ahrweinkönigin Irena Schmitz gibt an diesem Freitag, 18. Mai, beim Weinmarkt in Ahrweiler die Krone an ihre Nachfolgerin weiter. Die 25-Jährige lässt ihr Regentschaftsjahr Revue passieren.

Ahrweinkönigin Irena Schmitz aus Ahrweiler wird am Pfingstfreitag auf dem Marktplatz in Ahrweiler die Krone an ihre Nachfolgerin weiterreichen. Zu diesem Zeitpunkt hat die 25-jährige pharmazeutisch-technische Assistentin ein bewegtes Jahr mit 120 Auftritten hinter sich. Dieser offizielle Krönungs-Akt beim Weinmarkt markiert in ihrer Majestäten-Laufbahn – zunächst als Ahrweiler Burgundia, dann als Ahrweinkönigin – jedoch tatsächlich einen Schlusspunkt. Aus beruflichen Gründen wird sie im September nicht wie viele ihrer Vorgängerinnen nach Neustadt fahren, um für die Ahr bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin anzutreten. Erstmals nach der Wiedervereinigung wird damit keine Kandidatin der Ahr eine Rolle im Wettstreit der 13 deutschen Weinanbaugebiete um das höchste Amt spielen.

„Ein Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Erlebnissen rund um den Wein, und in meinem speziellen Fall besonders um den Rotwein, neigt sich dem Ende zu“, so Schmitz im GA-Gespräch, in dem sie ihr Amtsjahr Revue passieren lässt. Um an ihrer Zeit alle Weinliebhaber teilnehmen zu lassen, führte sie auch auf Facebook Tagebuch. Einen regelrechten Blackout hatte die junge Frau, die sich in der kirchlichen Laurentius-Jugend, beim Spielmannszug und als Solo-Mariechen der Ahrweiler KG engagierte, bei ihrer Proklamation. „Zu diesem Zeitpunkt hatte es schon der ganze Markt verstanden, nur ich brauchte noch einen Moment länger. Auch an meine Antrittsrede, natürlich unvorbereitet, kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Nur gut, dass viele Freunde und Bekannte mich mit Bildern und Videos versorgt haben.“

Vom Ahrwein-Verein entführt

Von ihrer Begleiterin Ina Josten vom Ahrwein-Verein wurde sie dann gleich an Pfingstmontag entführt. „Auf das offene Cabriolet sollte ich mich setzen und abwarten“, lautete die Order. Was dann folgte, geht unumstritten als emotionalster Moment in ihre Geschichte ein. Gefühlt stand ganz Ahrweiler in der Adenbachhut im Fackelspalier der Junggesellen und zur Musik des Spielmannszuges parat, um ihr zu gratulieren. Stefanie Koll-Bensberg, Vorsitzende des Arbeitskreises Ahrweiler, und Ortsvorsteher Peter Diewald hatten den Empfang bereitet, dem auch die Eltern Petra und Jürgen sowie Bruder Jan-Philipp Schmitz glückstrahlend beiwohnten.

Schon am Ende des Monats Juni ging es für Irena Schmitz aus dem Ahrtal in die Hauptstadt Berlin. Zusammen mit anderen rheinland-pfälzischen Majestäten und Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnete sie das Sommerfest in der Landesvertretung.

Bei 35 Grad im Schatten stand dann wenige Tage später im Weinkeller des Ahrweiler Winzervereins ihr Autogrammkarten-Shooting an. Parallel absolvierte die Majestät auch noch Termine als Ahrweiler Burgundia, denn diese Krone gab sie erst Anfang September an Annika Schooß ab. Der Herbst war natürlich geprägt von den Weinfesten an der Ahr und dem Besuch des Vorentscheids zur Wahl der Deutschen Weinkönigin, bei dem sie Theresa Ulrich anfeuerte.

Eintrag ins Goldene Buch der Heimatstadt

Den Tag der Deutschen Einheit verbrachte Schmitz in Mainz: „Neben öffentlichen Weinverkostungen durfte ich unter anderem Gast sein beim Festgottesdienst und dem anschließenden Festakt in der Rheingoldhalle.“

Nur wenige Tage nach dem Eintrag ins Goldene Buch ihrer Heimatstadt, konnte sie bei der Wein- und Sektprämierung der Landwirtschaftskammer in Koblenz den erfolgreichen Ahrwinzern die Siegerurkunden überreichen. Ganz im Zeichen des Weins stand ein Wochenende im Dezember, an dem das deutsche Wein-Trio mit Königin Katharina Staab und ihren beiden Prinzessinnen das Anbaugebiet Ahr besuchte.

„Fast eine ganze Woche ging es dann für mich Ende Januar nach Berlin. Die Grüne Woche stand auf dem Programm, die ich zusammen mit der Nahe-Weinkönigin unsicher machte. Viele interessante Gespräche warteten auf mich und auch Ausstellungen rund um das Thema Landwirtschaft, Garten und Freizeit und natürlich Wein“, bilanziert Schmitz. Nach dem Ahr-Rotweintag folgte im März die ProWein in Düsseldorf, die größte internationale Weinmesse. „Dort konnte ich Weine aus aller Welt probieren, Werbung für den Ahrwein machen und bekannte Gesichter treffen.“

Der Tag der offenen Weinkeller im April und der Festabend zu Ehren des 1125-jährigen Bestehens von Ahrweiler rundeten ihr Mammut-Programm ab. „Es gab eine Vielzahl an weiteren kleineren und größeren Auftritten, die für mich mein Jahr zu dem gemacht haben, was es war. Ich freue mich auch künftig natürlich über jedes Gespräch, das ich mit dem ein oder anderen noch führen und in dem ich von meinem Amtsjahr schwärmen kann“, so Irena Schmitz.