Sankt Sebastianus Bürgerschützengesellschaft

Ahrweiler Schützen wählen neuen Verwaltungsrat

Dem neuen Chronisten Matthias Becker (2.v.l.) gratulieren Peter Diewald (v.l.), Jürgen Knieps und Dieter Zimmermann.

Dem neuen Chronisten Matthias Becker (2.v.l.) gratulieren Peter Diewald (v.l.), Jürgen Knieps und Dieter Zimmermann.

AHRWEILER. Matthias Becker wird für zehn Jahre in den Verwaltungsrat der Ahrweiler Sankt Sebastianus Bürgerschützengesellschaft gewählt. Bei der Mitgliederversammlung wählten 97 Schützen mit Becker einstimmig einen Nachfolger für Peter Diewald.

Die Amtszeiten im Vorstand, genannt Verwaltungsrat, der Ahrweiler Sankt Sebastianus Bürgerschützengesellschaft sind lang. Für jeweils zehn Jahre wird die Vereinsspitze gewählt. Nun trat Chronist und Schatzmeister Peter Diewald vorzeitig nach neun Jahren zurück. Mit gutem Grund: Diewald hatte im vergangenen Jahr die Königswürde der Gesellschaft errungen und kann somit kein zweites Amt im Verwaltungsrat besetzen.

Bei der Mitgliederversammlung wählten 97 Schützen mit Matthias Becker einstimmig einen Nachfolger. Der Fähnrich des Elitecorps, der aus einer Familie mit großer Schützentradition stammt, freute sich über die 100-prozentige Zustimmung, Hauptmann Jürgen Knieps gehörte zu den ersten Gratulanten.

Diewald war zuvor zwei Mal ans Mikrofon getreten. In seinem Grußwort als Majestät betonte er den Spagat der Gesellschaft aus Erhalt der Traditionen und Steigerung der Attraktivität, was sich in den weiter steigenden Mitgliederzahlen darstelle. Als Chronist nannte Diewald die Zahl von 719 Schützen als aktuellen Mitgliederstand, größter Zug mit 124 Mitgliedern ist demnach das Königsglied. Diewald blickte auf das vergangene Vereinsjahr zurück: Benefizkonzerte des Heeresmusikcorps und des eigenen Tambourcorps standen an, natürlich auch das große Schützenfest mit historischem Trinkzug. Die Außenrenovierung des Hauses der Schützen wurde vollzogen, andere Schützenfeste und Ahrweiler Festivitäten wurden besucht und unterstützt. Ein Standbein der Gesellschaft ist zudem die Weinwirtschaft. 2018 war ein Jahrgang, der Masse und Klasse mit sich brachte.

Schatzmeister Dieter Zimmermann hatte das Jahr in Zahlen gepackt. Besagter guter Weinjahrgang brachte der Gesellschaft 4400 Liter Wein, der noch im Fass gelagert wird. Die Schützen bewirtschaften einen halben Hektar Weinberge. 2018 verkauften sie fast 3000 Flaschen Wein und kamen damit der Umsatzsteuerpflicht schon sehr nahe. Mehr als 2200 Flaschen verzehrte man übrigens selbst, alleine gut 700 beim Schützenfest. Finanziell schloss man das Vereinsjahr mit einem Überschuss in Höhe von rund 700 Euro ab. „Obwohl es ein Jahr des großen Schützenfestes war. 2015 gab es noch ein Minus von 6300 Euro“, wie Zimmermann betonte. Das „große Schützenfest“ findet alle drei Jahre statt und kostete 2018 rund 33 000 Euro. Grund für das positive Ergebnis dürfte in erster Linie die letztjährig beschlossene Erhöhung der Beiträge sein, alleine dadurch kamen rund 7000 Euro mehr in die Kasse. Der Verwaltungsrat dankte es seinen Mitgliedern und beschloss Zuwendungen von insgesamt 180 Flaschen Wein für die einzelnen Züge der Gesellschaft.

Keine Einwendungen zum Zahlenwerk hatten die Rechnungsprüfer Rolf Gross und Theo Peters, die im Laufe des Abends für drei weitere Jahre wiedergewählt wurden. Ihrem Antrag auf Entlastung des Verwaltungsrates folgten die Mitglieder einstimmig. Beibehalten wird auch der Jahresbeitrag von 85 Euro.

Hauptmann Jürgen Knieps beendete die Versammlung nach knapp eineinhalb Stunden, nicht ohne den Hinweis auf anstehende Termine. Am 8. Mai wird das Tambourcorps der Bürgerschützen in der Aloisiusschule ein Konzert zugunsten der Außenrenovierung der Laurentiuskirche geben. Am 17. Mai findet die Schützenwallfahrt zur Apollinariskirche Remagen statt. Schützenfest wird in Ahrweiler vom 15. bis 22. Juni gefeiert. Vorher wird man noch am 2. Juni im Rahmen des Kreisstadt-Jubiläums in Bad Neuenahr aufziehen und den Großen Zapfenstreich beim Bürgerfest präsentieren.