Jahresabschluss 2017 Ahrtal-Werke erwirtschaften leichten Gewinn

Am Dahlienweg entsteht die neue Zentrale.

KREISSTADT. Die Ahrtal-Werke haben zum dritten Mal in Folge ein leichtes Plus erwirtschaftet. Das geht aus dem Jahresabschluss 2017 hervor, den Geschäftsführer Dominik Neswadba dem Bad Neuenahrer Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt hat.

Die Ahrtal-Werke können zum dritten Mal in Folge ein leichtes Plus in ihrer Bilanz verzeichnen. Geschäftsführer Dominik Neswadba präsentierte dem Haupt- und Finanzausschuss der Kreisstadt jetzt den Jahresabschluss für 2017. Demnach hat sich im Wirtschaftsjahr 2017 ein positives Ergebnis in Höhe von 55 979 Euro verfestigt, sodass der Bilanzverlust in Höhe von 1,39 Millionen Euro auf 1,34 Millionen Euro sinkt. Allerdings sanken auch die Umsatzerlöse von 12,7 auf 11,7 Millionen Euro. Die Ahrtal-Werke gehören zu 51 Prozent der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu 49 Prozent den Stadtwerken Schwäbisch Hall.

„Aktuell haben die Ahrtal-Werke rund 3500 Kunden, den Löwenanteil davon bei der Stromversorgung“, sagte Neswadba dem General-Anzeiger, vermied auch auf Nachfrage eine Aufschlüsselung in Strom-, Gas-, und Fernwärmekunden. „Wettbewerbsgründe“, sagte der Geschäftsführer, „wir stecken halt noch in den Kinderschuhen, bis zur Pubertät dauert es noch.“ Bei der Stromversorgung wurden im vergangenen Jahr Umsatzerlöse von 3,57 Millionen Euro erzielt.

Für das Blockheizkraftwerk am Dahlienweg konnten 2017 EEG-Vergütungen in Höhe von 2,33 Millionen Euro sowie 588 000 Euro KWK-Bonus (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) und 383.000 Euro für Stromvermarktung erwirtschaftet werden. In der Sparte Gasvertrieb waren es 751.000 Euro. Bei der Fernwärme belaufen sich die Umsatzerlöse auf 1,9 Millionen Euro.

Den Umsatzerlösen stehen neben Materialaufwendungen noch Aufwendungen für Abschreibungen in Höhe von 1,55 Millionen Euro, für Personal in Höhe von 594.100, für Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 360.000 und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,74 Millionen Euro entgegen.

Umzug der Ahrtal-Werke aus dem Rathaus hinaus

Das Eigenkapital einschließlich der Kapitalerhöhung von zwei Millionen Euro an der Bilanzsumme beträgt 40 Prozent oder 10,58 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 32 Prozent. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 23,1 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten betragen 13,45 Millionen Euro. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände betragen 17,9 Millionen Euro. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 1,26 Millionen Euro.

Seit dem 1. Januar 2015 ist das Stromnetz an die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH verpachtet, die es wiederum an Westnetz unterverpachtet hat. Der Überschuss beim Strom beträgt 170.000 Euro, womit die Gesellschaft hinter der Prognose von 200.000 Euro zurückblieb. „Ab dem 1. Januar 2019 betreiben die Ahrtal-Werke das Stromnetz selbst“, kündigte Neswadba an.

„Die operativen Vorbereitungen dafür laufen seit dem Frühjahr.“ Dazu gehöre der Bau eines Schalthauses zur Entflechtung des Stromnetzes, aber auch der Bau der neuen Unternehmenszentrale am Bad Neuenahrer Dahlienweg. Neswadbas nächstes Ziel: „Im Rahmen der klimaneutralen Landesgartenschau soll das Fernwärmenetz sukzessiv weiter ausgebaut werden.“ Auch strebten die Ahrtal-Werke an, die Kundenzahl und die Absatzmenge zu steigern, um in der Sparte Strom- und Gasvertrieb die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Das soll laut Neswadba „durch die Neuausrichtung und Neukonzeptionierung des Vertriebs gelingen“. Ein erster Schritt dazu sei der Umzug der Ahrtal-Werke aus dem Rathaus in die Hauptstraße 80 mit erweiterten Öffnungszeiten gewesen. Ein zweiter Schritt seit die Imagekampagne unter dem Thema „Schützende Hände“, durch die der Bekanntheitsgrad der Gesellschaft gesteigert und ein unmittelbarer persönlicher Bezug zu den Mitarbeitern hergestellt werden soll. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, dem Jahresabschluss 2017 zuzustimmen und den Jahresgewinn von 55.979 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Zur Startseite