Kritik von Bad Neuenahr FDP

Ahr-Thermen als Risikofaktor

Die Ahrtal-Werke könnten zu einem „unberechenbaren Risiko“ entwickeln.

Die Ahrtal-Werke könnten zu einem „unberechenbaren Risiko“ entwickeln.

BAD NEUENAHR. Der Stadtarbeitskreis der Liberalen will die Entwicklung der Ahr-Thermen genau beobachten und auch die Geschäftsentwicklung der Ahrtal-Werke verfolgen. Dazu hält die FDP die Parksituation für verbesserungswürdig.

Der FDP-Stadtarbeitskreis will sich künftig kritischer als bislang mit der Entwicklung der Ahr-Thermen auseinandersetzen. Dies teilten die Liberalen mit. Auch die Geschäftsentwicklung der 2010 gegründeten Ahrtal-Werke werde intensiv geprüft, teilte FDP-Chef Hellmut Meinhof mit.

„Wir haben seinerzeit für die Übernahme der Ahr-Thermen durch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gestimmt. Dazu stehen wir auch heute noch“, unterstrich Meinhof. Die Thermen seien „ein essentieller Bestandteil der Kreisstadt“. Allerdings müsse stärker kontrolliert werden, wie viel die Ahr-Thermen die Stadt tatsächlich kosten. Im Hinblick auf die Defizite der vergangenen Jahre sowie die noch anfallenden Sanierungsmaßnahmen in naher Zukunft kämen auf die Stadt schließlich „weitere enorme finanzielle Belastungen zu“.

Daher müsse der Weg hin zu einer Privatisierung der Badelandschaft konsequent vorangetrieben werden.

Angesprochen wurden auch die Ahrtal-Werke. Im Gegensatz zu allen anderen politischen Gruppierungen hatten die Liberalen die Gründung des Energieversorgers von Anfang an sehr kritisch gesehen. „Schaut man sich die Zahlen der vergangenen Jahre an, so wird auch klar, warum wir dieses Projekt kritisch-konstruktiv begleiten“, sagte Hellmut Meinhof. Die erwarteten Gewinne ließen nach wie vor auf sich warten.

Dies scheine die Verantwortlichen nicht daran zu hindern, weitere Investitionen vorzunehmen „und somit den Schuldenberg der Ahrtal-Werke weiter zu erhöhen“, führte der FDP-Vorsitzende aus. Sollte sich die finanzielle Situation nicht bald bessern, könnten sich die Ahrtal-Werke zu einem „unberechenbaren Risiko“ entwickeln.

Die Geschäftszahlen für das Jahr 2015 liegen noch nicht vor. Wie die Stadt auf GA-Anfrage mitteilte, sollen sie dem Stadtrat nach der Sommerpause präsentiert werden.

Ein weiteres Thema war die Parksituation in der Bad Neuenahrer Innenstadt. Vor allem in der Telegrafenstraße sehen die Liberalen akuten Handlungsbedarf. „Die Parkplätze, die dort vorhanden sind, werden zu oft von Dauerparkern belegt und stehen somit nicht den Gästen und Kunden zur Verfügung. Die Stadtverwaltung muss hier handeln“, meinte Vorstandsmitglied Annemarie Müller-Feldmann. Der FDP-Stadtverband wolle sich aktiv dafür einsetzen, die Parksituation dauerhaft zu verbessern.