Keine Entwarnung beim Trinkwasser

Abkochgebot in Teilen von Neuenahr und der Grafschaft bleibt

Keine Entwarnung: Die Ursache für die Verunreinigung des Trinkwassers in Teilen von Bad Neuenahr und der gesamten Grafschaft ist nicht gefunden.

KREISSTADT/GRAFSCHAFT. "Es gibt keine Entwarnung." Vier magere Worte aus dem Hause der Kreisverwaltung, die einem seit nunmehr sieben Tagen vertraut vorkommen.

Noch immer ist die Ursache für die Trinkwasserverschmutzung nicht gefunden, die weite Teile von Bad Neuenahr und die gesamte Grafschaft betrifft. Das vom Kreisgesundheitsamt erteilte Abkochgebot bleibt also auch eine Woche nach Bekanntwerden der Verunreinigung bestehen.

Zu den Gründen, warum die Suche nach der Ursache so lange dauert, verwies die Kreisverwaltung gestern auf die Größe des Gebietes und die Länge des zu untersuchenden Wasserleitungsnetzes.

An insgesamt 28 Entnahmestellen werden nach wie vor täglich Proben genommen und analysiert. Alle entnommenen Proben waren nach GA-Informationen ohne neuerlichen Befund geblieben. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh, so das Kreisgesundheitsamt. Es müssten erst drei Proben hintereinander ohne Befund sein, ehe das Trinkwasser für unbedenklich erklärt werden könne. Das Labor brauche zudem 20 bis 25 Stunden, um die Proben zu analysieren. Mithin liegt das Ergebnis der gestern gezogenen Proben erst im Laufe des heutigen Tages vor.

Die Kreisverwaltung hat mit dem Leiter des Bonner Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Professor Martin Exner, externen Sachverstand hinzugezogen. Er ist Chef des Kollaborationszentrums für Wassermanagement und Risikokommunikation zur Förderung der Gesundheit. Der Universitätsprofessor war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.