Psychosomatische Klinik-Kooperation

10-jähriges Jubiläum geschafft

AHRWEILER. Die Ahrweiler Ehrenwall-Klinik und das Krankenhaus Maria Hilf in der Kreisstadt haben vor zehn Jahren ein Kooperationsmodell begründet.

Dieses sah vor, dass psychosomatische Patienten in einer kleinen Abteilung von zehn Betten von den Fachärzten der Ehrenwall-Klinik diagnostiziert und auf eine psychosomatische ambulante oder auch rehabilitative oder stationäre Behandlung vorbereitet werden.

Hintergrund der Kooperation war das Vorhaben des Mainzer Gesundheitsministeriums, die psychosomatischen Versorgung gerade in den ländlichen Gebieten von Rheinland-Pfalz zu verbessern, erklärt Christoph Smolenski, der in diese Planungen mit eingebunden war.

Danach seien an mehreren Orten in Rheinland-Pfalz Kooperationsmodelle entstanden, bei denen psychiatrische Kliniken, psychosomatische Rehakliniken oder psychotherapeutische Arztpraxen mit internistischen Abteilungen Kooperationen eingingen. Das neue Angebot habe laut Smolenski erst im organmedizinisch-orientierten Krankenhaus wahrgenommen werden und sich in die bestehenden Strukturen einbinden lassen müssen.

So seien die Fallzahlen von 2003 bis 2013 von 112 auf 453 pro Jahr gestiegen. Die Abteilung für Innere Medizin habe die meisten Leistungen eingefordert. Zugewiesen worden seien die Patienten zu fast zwei Dritteln von Fachärzten. Die häufigsten Behandlungsdiagnosen waren sogenannte somatoforme Störungen, also psychosomatische Krankheitsbilder, gefolgt von Angststörungen und Belastungsreaktionen, führt Smolenski aus.

Die Mehrzahl der behandelten Patienten waren Frauen (81 Prozent), 61 Prozent der Patienten waren 50 Jahre und älter. Smolenski bilanziert: "Wir haben in den letzten Jahren mit diesem Modellprojekt des Landes dafür sorgen können, dass viele seelisch kranke Menschen in der Organmedizin besser wahrgenommen und behandelt werden können."

Regelmäßige Teamsitzungen gemeinsam mit dem Chefarzt der Internistischen Abteilung, Jörg Heller, Oberarzt Norbert Rösinger, und den beiden psychosomatischen Fachärzten Dieter Zimmermann und Barbara Hübinger tragen laut Smolenski zu einer kontinuierlichen Entwicklung des Projektes bei.