Wein-Wander-Wochenende auf der Ahr

Zwischen Rebe und Ruine

KREIS AHRWEILER. In großen Scharen zog es Wein- und Wanderfreunde am Wochenende in die Wingerte rund um Altenahr, Mayschoß und Rech. An dem vom deutschen Weininstitut initiierten "Wein-Wander-Wochenende" machten die örtlichen Verkehrsvereine vielfältige Angebote, Wein und Landschaft kennenzulernen.

Die wurden gut angenommen. Etwa die geführten Wanderungen in Altenahr am Samstag hinauf zur "Martins Nück" und zum Weißen Kreuz.

Uta Pellowska ist Weinkontrolleurin im Anbaugebiet Saale-Unstrut. Sie fand den Anbau in Steillagen "super interessant". Ihr Interesse fanden auch die an der Ahr typischen Fruchtaromen aus dem Schiefergestein im Vergleich zu Aromen aus thüringischen Muschelkalkböden. Ähnlich Gäste aus Sachsen, die Weine von der Genossenschaft Mayschoß-Altenahr, dem Weingut Sermann-Kreuzberg und dem Weinhaus Langen mit ihren Tropfen verglichen. Begeistert zeigten sich ebenfalls Besucher aus dem Sauerland und von der Mosel, die an die Ahr gekommen waren.

Auf der Mayschosser Burgruine bewirtete der Förderverein Saffenburg die Gäste mit Wurst und Kartoffelsuppe und bot auf Wunsch Führungen auf der Ruine und eine Rast auf den jüngst angeschafften "Waldsofas" an. Mit buntem Licht auf Recher und Mayschosser Seite wurde die Saffenburg am Abend in Szene gesetzt. Dort spielte das Duo "Two Purple" mit Hilde Romes und Peter Näkel - auch als Angebot für die Einheimischen. Für Sonntag war die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft eingeladen.

Die Saffenburg war letzte Station der von den Verkehrsvereinen Mayschoß und Rech gemeinsam organisierten Rundwanderung an den "Kulinarischen Rebenwandertagen". Verpflegungsstände gab es auch etwa am Waagplatz, am Mönchberg mit Option, die "Akropolis" einzubeziehen, sowie am Rotweinwanderweg bis hin nach Rech. Angesichts des guten Wetters am Morgen freute sich die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Rech, Susanne Kirsch-Holler, über den guten Start. Wandergruppen kamen, ruhten sich aus und ließen sich mit Wein und Deftigem aus der regionalen Küche verköstigen.

Die Fremdenzimmer waren seit langem ausgebucht. Das Wander-Wochenende werde einen festen Platz im Veranstaltungskalender erhalten, freute sich Kirsch-Holler. Sie wollte das Angebot nicht als Konkurrenz zum Dernauer "Weinfrühling" verstehen, vielmehr als Ergänzung der Aktivitäten an der gesamten Mittelahr.