Rathaus Ringen

Vernissage mit Werken des Malers Bruno Wioska

Eines seiner großformatigen Ölgemälde, die im Rathaus ihren Platz gefunden haben, erläutert der Grafschafter Maler Bruno Wioska Bürgermeister Achim Juchem.

RINGEN. Ausgerechnet im Trauzimmer des Ringener Rathauses hängt eine auf Öl gebannte barbusige Schönheit. Der seit 21 Jahren in Vettelhoven lebende Maler Bruno Wioska (69) nennt sein großformatiges Werk "Dreams about Beatrice". Ob die Standhaftigkeit des Bräutigams kurz vor dem Ja-Wort ein letztes Mal getestet werden soll?

Bei der Vernissage brachte Bürgermeister Achim Juchem seine Freude zum Ausdruck, dass erneut Kultur im Rathaus eingezogen ist: "Auch wenn wir mittlerweile in der Organisation Routine haben: Kunst ist nie Routine, sondern immer anders. Kunst kommt von Können. Und dass Bruno Wioska sein Handwerk beherrscht, das sieht man."

Wioska, dessen Bilder unter dem Motto "Geheimnis des Eins seins" auf allen Etagen zu betrachten sind, ist Grafikdesigner, Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Bonn und Gründer des Kulturvereins "Ars Porta international". In fünf Jahren organisierte er 30 nationale und internationale Ausstellungen. "Ich kann malen, aber nicht reden", teilte er dann aber mit und überließ diese Rolle der Laudatorin Karyn von Ostholt-Haas. Die Regisseurin, Schauspielerin und Synchronsprecherin hatte Dreharbeiten in München abgebrochen, um ihrem "Lehrer" Wioska und seiner Frau Barbara zur Seite zu stehen: "Die beiden haben eine innige Bindung. Er, so hat er betont, ist ohne sie nichts und mit ihr alles. Auch das ist ein Geheimnis des Eins seins." Dass Wioska auch "wundervolle Geschichten schreiben kann", untermauerte die Laudatorin mit Auszügen aus dem unveröffentlichten Buch "Das Geheimnis der Kammer Sibylle".