Wohnhaus-Brand in Bad Neuenahr

Rauchmelder warnte die Familie

Hoher Sachschaden ist in der vergangenen Nacht bei einem Wohnhausbrand in Bad Neuenahr-Ahrweiler entstanden.

BAD NEUENAHR. Zum Brand eines Wohnhauses im Herderweg 18 im Stadtteil Hemmessen sind am Sonntagabend gegen 23.15 Uhr die Feuerwehren aus Bad Neuenahr und Heimersheim ausgerückt. Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet wohl zunächst der Schuppen des an ein freies Grundstück angrenzenden Reihenendhauses in Brand.

Wenig später griffen die hochschlagenden Flammen auf die Fassade des Wohnhauses über und breiteten sich über das Dach aus. "Das war schon ein massiver Brand. Vom Schuppen ausgehend stand schnell die Hausvertäfelung in Flammen, die Scheiben barsten", so Einsatzleiter Richard Lindner.

Die anrückenden fünf Feuerwehr-Fahrzeuge positionierten sich in dem engen Gelände, das zunächst von der schmalen Teichstraße, dann aber über die Uhlandstraße angefahren werden musste, auf dem Fahrradweg, der an den Großspielplatz an der Ahr angrenzt. Von dort wurden die Löscharbeiten, bei denen auch die Drehleiter eingesetzt wurde, zügig ausgeführt. Schnell hatten die 25 Wehrleute den Brand unter Kontrolle; nach eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

Das Wohnhaus wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und ist bis auf weiteres nicht bewohnbar. Beamte der Kriminalinspektion (KI) Mayen, die gestern vor Ort waren, schätzen den entstandenen Schaden auf rund 70.000 Euro. Dass ein Rauchmelder Leben retten kann, zeigte sich wieder an diesem Beispiel. Das Ehepaar und die bei ihm lebende pflegebedürftige Mutter schliefen nämlich bereits, als der Rauchmelder anschlug und sie weckte. So konnten sich die drei Hausbewohner rechtzeitig ins Freie retten und blieben unverletzt.

Rein vorsorglich wurde das Ehepaar im nahen Krankenhaus Maria Hilf untersucht. Die alte Frau konnte bei Familienmitgliedern in der Nachbarschaft aufgenommen werden. Zur Brandursache können die Experten der KI Mayen derzeit noch nichts sagen.