Neu-Einbürgerungen im Kreis Ahrweiler

Menschen aus 48 Staaten haben nun die deutsche Staatsbürgerschaft

Nur strahlende Gesichter gab es gestern bei der Einbürgerungsfeier im Ahrweiler Kreishaus.

KREIS AHRWEILER. Der Kreis Ahrweiler ist seit Donnerstagabend um zahlreiche Neubürger reicher. Landrat Jürgen Pföhler hieß die aus allen Teilen der Welt in den Ahrkreis gezogenen Menschen im Kreishaus willkommen, wo sie nun eingebürgert wurden.

"Für Sie ist Deutschland zu Ihrer Heimat geworden, die Ihnen Sicherheit gibt. Mit Ihrer Entscheidung, sich einbürgern zu lassen, zeigen Sie, dass Sie integriert sind, dass Sie sich hier wohl fühlen und auf Dauer hier leben möchten. Eine Einbürgerung ist immer auch Ausdruck einer gelebten Integration", sagte der Landrat in seiner Ansprache.

Seit der vergangenen Einbürgerungsfeier im August 2013 haben sich 216 Einwohner des Kreises aus 48 Staaten einbürgern lassen. Damit liegen die Einbürgerungszahlen im Landkreis weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Rahmen der gestrigen Feier haben weitere 16 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

"In diesen Zahlen spiegelt sich wider, dass Integration nicht nur eine Aufgabe des Einzelnen, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist, der auch wir uns im Kreis Ahrweiler stellen", so Pföhler. Sie sei ein aktiver Prozess, der auf beiden Seiten Offenheit erfordert. "Nur wer offen ist, kann sich integrieren, und nur wer zugewandt ist, kann Integration zulassen", sagte Pföhler.

Integration gehe alle an. Eine Reihe von Institutionen biete Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Unterstützung.

Sprache öffnet Türen. "Daher ist das vielfältige Angebot an Sprach- und Integrationskursen durch die Kreisvolkshochschule ein besonders wichtiger Beitrag zur gelingenden Integration", führte der Landrat weiter aus. Darüber hinaus biete sie Vorbereitungskurse auf die Einbürgerungstests an und nehme die Prüfungen ab.

Nicht zuletzt sei der Beirat für Integration und Migration für die Integration ein wichtiger Akteur als Bindeglied zwischen Menschen mit Migrationshintergrund, Politik und Verwaltung. Der Beirat vertrete damit die Interessen von mehr als 15 Prozent der Kreis-Bevölkerung. Nach Daten des Statistischen Landesamtes leben im Kreis Ahrweiler rund 19 000 Menschen mit Migrationshintergrund. Zwei Drittel von ihnen besitzen bereits die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die 16 neuen Kreis-Bürger, die gestern die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, kommen aus Frankreich, Mexiko, den Niederlanden, dem Iran, Litauen, Slowenien, Rumänien, Syrien, der Ukraine, Eritrea, Spanien, Brasilien, Polen und dem Kongo. Pföhler: "Sie alle wollen hier Ihre Lebensträume verwirklichen." Zum Schluss wurde gestern Abend die Nationalhymne gesungen.