Tag des Baumes

Mehr als die Hälfte des Kreises besteht aus Wald

Der Magnolienbaum vor dem Ahrweiler Pfarrhaus gilt als einer der schönsten und größten seiner Art im ganzen Kreis Ahrweiler.

KREIS AHRWEILER. Nicht nur japanische Touristen greifen zur Kamera, wenn sie zurzeit über den Ahrweiler Marktplatz flanieren. Grund: Der Magnolienbaum vor dem 1773 erbauten Rokoko-Pfarrhaus steht in voller Blüte. Er gilt als einer der schönsten und größten seiner Art im Kreis Ahrweiler.

Am Donnerstag ist der Tag des Baumes. Anlass genug, einige herausragende Beispiele zu nennen. In Gelsdorf steht zum Beispiel seit 100 Jahren die Kaiserlinde. Sie wurde gepflanzt zum silbernen Thronjubiläum von Kaiser Wilhelm II.. Und auch Exoten gibt es, die eigentlich im Ahrgebirge nicht heimisch sind.

Es sind die Mammutbäume, die der Entdecker des Apollinaris-Brunnens, Georg Kreuzberg, 1862 in der Kreisstadt pflanzen ließ. Zwar mussten etliche von ihnen wegen Krankheit schon gefällt werden, doch die Mammutbäume am Niedertor oder vor dem Kreishaus haben an ihren Standorten überlebt.

"Sechs Eichen" ist ein weiteres Naturdenkmal im Kreis. Dabei ist der Name Programm. Die Bäume geben einem beliebten Wanderparkplatz den Namen. Wie alt die Riesen am Pilgerweg nach Sankt Jost sind, weiß keiner mehr. Das ist bei der Sinziger Linde anders. Sie wurde nachweislich um 1550 gepflanzt und vor einem halben Jahrhundert zum Naturdenkmal erklärt.

Bäume sind aber auch das Kapital des Kreises Ahrweiler. Mehr als die Hälfte (51,9 Prozent) der Kreisfläche sind Wald, Staatsforst und Privatwald. Damit gehört das AW-Land laut Statistischem Bundesamt zu den waldreichsten Kreisen Deutschlands. In Rheinland-Pfalz beträgt die Waldfläche 42 Prozent.

Bäume nehmen früher wie heute eine bedeutende Rolle bei der Stadtgestaltung ein. Das weiß auch Kreisstadt-Vize Detlef Koch. Er sagt zum Tag des Baumes: "Wer einen Baum pflanzt, zeigt Verantwortung für die Zukunft." Haben die Sinziger ihren von Bürgermeister Wolfgang Kroeger initiierten Generationen-Wald und die Dernauer ihren Obstbaumhain der Kommunionkinder, so gibt es in der Kreisstadt Baumpaten - 39 bereits.

Sie haben sich an der innerstädtischen Pflanzaktion beteiligt, indem sie die Kosten für die Anschaffung eines Baumes übernahmen. Als kleine Gegenleistung gibt's an jedem gestifteten Baum ein Messingschild, auf dem der oder die jeweiligen Unterstützer benannt werden. "Neue Paten sind immer willkommen", sagt Koch. Die Kosten für einen straßenbegleitenden Säulenahorn oder eine Säulenhainbuche liegen zwischen 250 und 280 Euro. Ein als Solitär gepflanzter Schattenahorn ist für 830 Euro oder eine rotblühende Kastanie für 1200 Euro zu haben.

Infos: Stadtverwaltung unter der Rufnummer 02641/87209 .