Frauen Union im Kreis Ahrweiler

Lobby für die Anliegen der Frauen

Erika Höhn (v.l.), Jürgen Pföhler, Heike Krämer-Resch, Mechthild Heil, Ingrid Näkel-Surges, Horst Gies, Gabriele Hermann-Lersch, Anneliese Schmitz und Hans-Joachim Juchem bei der Jubiläumsfeier. FOTO: GAUSMANN

Erika Höhn (v.l.), Jürgen Pföhler, Heike Krämer-Resch, Mechthild Heil, Ingrid Näkel-Surges, Horst Gies, Gabriele Hermann-Lersch, Anneliese Schmitz und Hans-Joachim Juchem bei der Jubiläumsfeier.

KREIS AHRWEILER. Doppelten Grund zum Feiern hatte die Frauen Union am Wochenende. Der Kreisverband Ahrweiler der CDU-Frauenorganisation feierte seinen 50. und der Stadtverband Bad Neuenahr-Ahrweiler seinen 40. Geburtstag. Im Ringhotel "Goldener Anker" in Bad Neuenahr gab es Rückblicke, Ausblicke und jede Menge Gratulationen.

Vorsitzende beider Organisationen ist Heike Krämer-Resch, die neben Landrat Jürgen Pföhler, dem Stadtbeigeordneten Hans-Jürgen Juchem, der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil und den Landtagsabgeordneten Horst Gies, Guido Ernst und Hedi Thelen auch die stellvertretende Bundesvorsitzende der Frauen Union, Carla Neisse-Hommelsheim, begrüßen konnte. "Immer mehr Frauen übernehmen Verantwortung in der Gesellschaft", unterstrich diese in ihrem kurzen Grußwort. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich viel getan in Sachen Gleichberechtigung, und diese Entwicklung werde man weiter fortzusetzen versuchen. Allerdings gebe es heute andere Herausforderungen als vor 40 oder 50 Jahren.

Krämer-Resch erläuterte die aktuelle Positionierung der Frauen Union im Kreis Ahrweiler. Ihr Ziel sei es, den Einfluss der Frauen bei politischen Entscheidungen und im öffentlichen Leben insgesamt zu stärken. "Durch die zwischenzeitliche Entwicklung sind in der Tat die Mitwirkungsmöglichkeiten der Frauen deutlich verbessert worden, allerdings noch nicht optimal", fand sie. "Wir bilden vor Ort eine Lobby für das Anliegen von Frauen in der CDU und in der Politik insgesamt", so Krämer-Resch. Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte Frauen Union im Kreis Ahrweiler gaben die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Ingrid Näkel-Surges und Gabriele Hermann-Lersch. Um die besondere Leistung der Gründungsfrauen zu verstehen, müsse man einen Blick zurück werfen in die gesellschaftspolitische Situation der damaligen Zeit. Zu jener Zeit habe es noch ein sehr konservatives Frauenbild gegeben, so Näkel-Surges, die bis 2013 insgesamt 21 Jahre lang Kreisvorsitzende gewesen war. Damals habe die rheinland-pfälzische CDU-Regierung den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz als Gesetz verabschiedet - und sei dann abgewählt worden. "Rechtsanspruch war damals ein heikles Thema", erinnerte sie sich. "Hier hatten nicht nur die Männer ihre Vorbehalte, sondern auch die Frauen Union war zerstritten, denn es ging um das Thema: Rabenmutter oder Glucke."