Ahrweiler

Kreis ist für die Wirtschaft attraktiv

Experten, Bürgermeister und Landrat Jürgen Pföhler (5.v.r.) beim IHK-Treffen.

Kreis Ahrweiler. Die konjunkturelle Lage im Kreis Ahrweiler, die Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt und die Entwicklung der Industrie- und Gewerbegebiete standen auf der Tagesordnung des jüngsten Treffens des Beirats der Geschäftsstelle Bad Neuenahr-Ahrweiler der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz.

Die Sitzung fand unter der Leitung von Vizepräsident Reiner Arenz mit Landrat Jürgen Pföhler und den hauptamtlichen Bürgermeistern des Kreisgebietes statt. Die IHK Koblenz, die im Kreis Ahrweiler mehr als 8500 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft betreut, sieht in ihrer jüngsten Konjunkturumfrage für den gesamten IHK-Bezirk verhaltenen Optimismus bezüglich der Geschäftserwartungen ihrer Mitgliedsunternehmen.

Im Kreisgebiet konnte der Konjunkturklimaindex, der die Lageeinschätzungen und Erwartungen der Unternehmer zusammenfasst, einen weiteren Anstieg auf jetzt 113 Punkte verzeichnen. Damit liegt der Landkreis über dem Durchschnitt des gesamten IHK-Bezirks.

Preisgünstige Industrie- und Gewerbeflächen sowie niedrige Hebesätze bei der Gewerbe- und Grundsteuer machen den Kreis Ahrweiler attraktiv für Neuansiedlungen und bereits ansässige Betriebe. Über die derzeit laufenden Bauvorhaben in den Industrie- und Gewerbegebieten und über weitere Vermarktungsaktivitäten erhielten die IHK-Beiratsmitglieder von den Bürgermeistern aktuelle Informationen.

Landrat Pföhler berichtete über die aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent stehe der Kreis Ahrweiler im Vergleich zum Landes- und Bundesdurchschnitt deutlich besser da. Das gelte auch im Vergleich zur Bundesstadt Bonn und zum Rhein-Sieg-Kreis. Durch seine hohe Lebensqualität und gute Infrastruktur sei der Landkreis zunehmend attraktiv für den Zuzug von Fach- und Führungskräften.

Zur derzeitigen Situation auf dem Lehrstellenmarkt gab IHK-Regionalgeschäftsführer Bernd Greulich einen Überblick: "Bei der Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse muss im Kreis Ahrweiler aktuell ein Minus von mehr als neun Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden." Insbesondere im Gastgewerbe, aber auch in den Elektroberufen sei der Rückgang überproportional hoch. Inzwischen herrsche ein Mangel an Auszubildenden, da einer sinkenden Zahl an Schulabgängern ein steigendes Angebot an Lehrstellen gegenüberstehe.

IHK-Vizepräsident Arenz zog ein positives Fazit des Treffens: "Der Gedankenaustausch zwischen Unternehmern und Spitzenvertretern der Kommunen fördert das Verständnis untereinander." Die Bürgermeister waren mit Landrat Pföhler einer Meinung, dass die Wirtschaftsförderung im Kreis einen hohen Stellenwert besitze. "Im Kreis hat die schnelle und flexible Unterstützung bestehender und neuer Betriebe im Interesse der Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze eine hohe Priorität", so Pföhler.