Windräder im Kreis Ahrweiler

FDP begrüßt Position des Landrates

KREIS AHRWEILER. Die FDP im Kreis Ahrweiler begrüßt ausdrücklich die Stellungnahme von Landrat Jürgen Pföhler zu den geplanten Windrädern auf der rechten Rheinseite gegenüber von Remagen.

Pföhler hatte den Landrat des Kreises Neuwied, Rainer Kaul, die Zustimmung zu den in Erpel und Bruchhausen geplanten Windrädern gegeben unter der Bedingung, dass diese das Landschaftsbild und die Kulturgüter, sowie die touristischen Funktionen nicht beeinträchtigen.

"Im Klartext: die Windräder dürfen von Remagen bis zur Goldenen Meile nicht sichtbar sein. Dies ist angesichts der geplanten Größe der Windräder ein faktisches Nein", so der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber.

Die FDP hatte sich bereits vor einigen Wochen die Planungen auf der anderen Rheinseite kritisch unter die Lupe genommen. In einem Gespräch mit der dortigen Bürgerinitiative stellte sich heraus, dass dort bis zu 18 Windräder mit einer Höhe von fast 200 Metern, also 40 Meter höher als der Kölner Dom, vorgesehen seien. Die Anlagen seien dann vom Rolandsbogen, von Oberwinter oder der Apollinariskirche gut sichtbar.

Auch der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Frithjof Kühn, hatte auf die Verunstaltung des Landschaftsbildes hingewiesen und festgestellt: "Die beabsichtigten Windenergieanlagen würden wegen ihrer Höhe und aufgrund ihres Standortes eine erhebliche Fernwirkung entfalten und sowohl aus dem Rheintal als auch von nahezu allen Höhenlagen und Aussichtspunkten sichtbar und prägend für das Landschaftsbild sein."

Die FDP hatte daraufhin auf einem Bezirksparteitag gefordert, das gesamte Rheintal und die angrenzenden Höhenzüge aufgrund der kulturhistorischen und touristischen Bedeutung und der Schönheit der Landschaft von Windrädern freizuhalten.

"Ich freue mich über diese klare Stellungnahme, die nicht das Geld, das Kommunen durch Windkraftanlagen-Pachtzahlungen vereinnahmen könnten, deutlich in den Vordergrund stellt, sondern den Schutz unserer Kulturlandschaft. Umso verwunderter bin ich allerdings, dass die Stadt Remagen bislang bei den Planungen auf der anderen Rheinseite keine Bedenken erhoben hat", so van Beber, der auch Mitglied des Remagener Stadtrates ist.