Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler

Blaulicht am Weißen Sonntag - Feuerwehr der Kreisstadt setzt neues Erfassungsmodell für Betriebe um

Einsatzübung gestern Morgen in Heimersheim.

KREISSTADT. Das Heimersheimer Gewerbegebiet wächst und wächst. Grund für die Freiwillige Feuerwehr, neue Wege zu gehen. Der Löschzug Heimersheim unter Leitung von Hans-Peter Blumenberg hat Anfang des Jahres alle Unternehmen in seinem Sprengel, also Heimersheim, Lohrsdorf, Green und Ehlingen, angeschrieben.

 Grund: Während große Firmen verpflichtet sind, den Wehren Objektbeschreibungen zu liefern, gilt dies für kleinere Unternehmen nicht. "Das wollten wir ändern", sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher, der aus der Heimersheimer Truppe stammt.

Sogenannte Erfassungsblätter sollen den Wehrleuten im Einsatzfall die Arbeit erleichtern. Auf ihnen stehen die Kontaktdaten der Unternehmen, Ansprechpartner, gelagerte Gefahrstoffe oder Materialbestände wie Gasflaschen oder Kunststoff sowie die Anzahl der beschäftigten Personen.

Gestern Morgen wurde erstmals ein solches Erfassungsblatt bei einer Übung am Heimersheimer Wiesenweg "abgearbeitet". Schumacher: "Wir wollen einfach sehen, wie es funktioniert und denken darüber nach, ob das Heimersheimer Modell dann in der kompletten Kreisstadt übernommen wird."

Während sich die Kommunionkinder am Weißen Sonntag noch auf die Messe in Sankt Mauritius vorbereiteten, rückte der Löschzug Heimersheim zu einem Heizungs- und Sanitärbetrieb am Wiesenweg aus. Das Szenario hatten die Brandmeister Günter Raschke und Daniela Vollmer ausgearbeitet: Brand im Keller, Feuer im Dachstuhl, zwei vermisste Personen, Einsatz von schwerem Atemschutz.

Für realitätsnahe Bedingungen sorgten zwei Nebelmaschinen, für Verstärkung die Drehleiter des Löschzugs Bad Neuenahr. Unter Einsatzleitung von Hans-Peter Blumenberg lief die Übung der 23 Einsatzkräfte routiniert ab, was Schumacher den Kollegen bestätigte. Und auch das Erfassungsblatt hat seine Feuertaufe bestanden.