Zwei Rheinbacher Pfarrgemeinden lösen sich auf

Niederdrees schließt sich Oberdrees an, Ramershoven fusioniert mit Flerzheim - Es gibt nicht mehr genügend Kandidaten für den Kirchenvorstand

Rheinbach. Ab Januar 2007 wird der Pfarrverband Rheinbach um zwei Kirchengemeinden kleiner. Die Kirchengemeinde Sankt Antonius Niederdrees wird zum Jahresende aufgelöst und ab Januar mit der Pfarrei Sankt Ägidius Oberdrees gemeinsam die neue Pfarrei Sankt Ägidius Oberdrees bilden, wie es im Pfarrbrief heißt.

Gleichzeitig wird auch die Ramershovener Kirchengemeinde Sankt Basilides aufgelöst und mit der Flerzheimer Pfarrei Sankt Martin zusammengeschlossen. Das erklärten die Ramershovener Kirchenvorstandsmitglieder Hubert Schragen und Johannes Ittenbach auf Anfrage des General-Anzeigers.

Demnach werden die beiden Gemeinden zum 1. Januar "vermögensrechtlich fusionieren", die Zustimmung der Diözese vorausgesetzt. Weitere Festlegungen, wonach Ramershoven Filialkirche von Flerzheim werden könnte, sollen erst nach den Kirchenvorstandswahlen erfolgen.

Diese Wahlen, die allgemein am 18. und 19. November stattfinden, sollen für die vier Gemeinden Oberdrees, Niederdrees, Ramershoven und Flerzheim ausgesetzt und wahrscheinlich im März nachgeholt werden, so Pfarrverbandsleiter Pater Nikolaus Gröters. Hintergrund der Zusammenschlüsse seien "zwei unterschiedliche Dinge", die zufällig zeitgleich seien.

Das eine sei die Tatsache, dass der Kirchenvorstand von Niederdrees festgestellt habe, dass es in der Gemeinde nicht mehr genügend Kandidaten für einen eigenen Kirchenvorstand gebe. Daraufhin habe der Kirchenvorstand den Auflösungsbeschluss gefasst. Genauso war es laut Ittenbach in Ramershoven.

Zeitgleich fällt der Weggang der Dominikaner-Kommunität mit Pater Hermann Welter, Pater Gottfried Michelbrand, Pater Viktor Gisbertz und Pater Bernhard Hesse. Sie wohnten seit Januar 1980 im Niederdreeser Pfarrhaus. Pater Hermann war seit dem Jahre 1979 schon während seines Schuldienstes Pfarrer für Sankt Antonius Niederdrees und Sankt Basilides Ramershoven und ist seit seiner Pensionierung Pfarrer im Pfarrverband Rheinbach. Wie er dem General-Anzeiger jetzt erklärte, geht er zum Jahresende zum Dominikaner-Konvent nach Leipzig und wird dort eine Tätigkeit in der Seelsorge übernehmen.

Die Patres Viktor und Gottfried, Krankenhausseelsorger am Malteser-Krankenhaus, verlegen ihren Wohnsitz nun in das von ihnen seit Jahren geleitete Tagungshaus Giersberg nach Alfter-Witterschlick. Pater Bernhard, Seelsorger in der Rheinischen Landesklinik, hat dort auch seinen Wohnsitz.