Swisttal stimmt gegen Quarzkies-Ausbau in Flerzheim

Geschlossenheit aller Fraktionen gegen Quarzkies-Erweiterung Flerzheim im Swisttaler Planungsausschuss: Einstimmig lehnten sie die geplante Änderung des Regionalplans mit Ausweisung einer Konzentrationszone zur Gewinnung von Quarzkies in Flerzheim-Nord auf dem Gebiet der Gemeinde Swisttal ab.

Swisttal. (sax) Geschlossenheit aller Fraktionen gegen Quarzkies-Erweiterung Flerzheim im Swisttaler Planungsausschuss: Einstimmig lehnten sie die geplante Änderung des Regionalplans mit Ausweisung einer Konzentrationszone zur Gewinnung von Quarzkies in Flerzheim-Nord auf dem Gebiet der Gemeinde Swisttal ab.

Zugleich wird die Bezirksregierung aufgefordert, die entsprechende Ausweisung nicht vorzunehmen. "Ich hoffe, dass wir damit Gehör finden", sagte die Ausschuss-Vorsitzende Gertrud Klein. Das jahrelange Tauziehen um die Ausweisung einer Konzentrationszone für den Quarzabbau in der Region geht mit der entsprechenden Änderung des Regionalplans in die entscheidende Phase.

In dem Entwurf schlägt die Bezirksregierung Köln vor, den Quarz-Tagebau in Witterschlick und Flerzheim zu erweitern. Diese Variante käme einem "Super GAU" für Buschhoven nahe, weil der Ort gleich von zwei Seiten massiv in die Zange genommen würde, formulierten Vertreter des "Landschaftsschutzverein Kottenforst" (LSK) im vergangenen Sommer.

Die Gruben dieser Nass-Auskiesung würden bis auf 500 Meter an die Wohnhäuser heranrücken und hätte auch die Zerstörung des wertvollen Naherholungsgebietes Wehrbusch/Kottenforst zur Folge.

In Bezug auf den Römerkanal, der im geplanten Erweiterungsbereich verläuft, weist der LSK darauf hin, dass die Bezirksregierung in der aktuellen Vorlage die potenzielle zehn Hektar Erweiterungsfläche Flerzheim-Nord weiter nach Osten verschoben habe, um dem geforderten Schutz des Bodendenkmals zu entsprechen. Dadurch aber komme es zu einer Überlappung mit der teilweise schon aufgeforsteten Ausgleichsfläche für den Tagebau Witterschlick-Nord.