"Stolpersteine" für drei Familien in Alfter

Gunter Demnig erinnert an jüdische Bürger, die von Nazis ermordet wurden - Auch Meckenheim soll "Stolpersteine" bekommen

Alfter. "Stolpersteine" heißt ein Projekt, mit dem der Kölner Künstler Gunter Demnig an die drei Familien Israel, Sander und Cossmann, erinnern will, die Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes geworden sind.

Am Mittwoch, 29. Oktober, werden ab 11 Uhr neun dieser Steine in Alfter in den Bürgersteig eingelassen, von der Holzgasse 46 über die Holzgasse 11 bis zur Knipsgasse 28. Damit möchte der Künstler für jeden deutlich sichtbare Zeichen setzen "denn ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", so sein Motto.

Zur Vorbereitung hat die Alfterer Bücherei Sankt Matthäus am Hertersplatz eine thematische Buch/Medien-Ausstellung vorbereitet, die dort ab Donnerstag zu sehen ist und später durch alle Büchereien der Gemeinde Alfter wandern wird. Zur Finanzierung der Stolpersteine ist ein Sonderkonto bei der Sparkasse Alfter eröffnet worden.

Bis Ende November können Spendenwillige dort einen Betrag unter Stolpersteine, Konto-Nr. 105 400 45 30, BLZ 370 502 99 einzahlen. Alles, was über die Finanzierung des Projekts hinausreicht, kommt dem Verein "Buchstützen e.V. Alfter" zugute und wird für Anschaffungen und Veranstaltungen der Bücherei zum Thema NS-Zeit und jüdische Kultur verwendet.

Stolpersteine für Meckenheim
Meckenheim. (kyr) "Stolpersteine" sollen nach einem Beschluss des Kulturausschusses auch in Meckenheim verlegt werden. Der Künstler Gunter Demnig informiert am Samstag, 18. Oktober, ab 19 Uhr im Ruhrfeld 16 über das Projekt, das sich aus Spenden finanziert.