Sonnenhof ist noch in der Diskussion

Bornheimer sollen den Landschaftsschutzverein Vorgebirge im Kampf gegen Quarzkies-Abbau unterstützen.

Bornheim-Merten. "Wir brauchen eine Konzentrationszone, die auch gerichtsfest ist", sagte der Vorsitzende des Landschaftsschutzvereins Vorgebirge, Klaus Fietzek. Das sieht er nur bei der Erweiterung der Kiesgrube Weilerswist-Nord gegeben.

Bei der Jahreshauptversammlung im Mertener Lokal "Wirtshaus zur Heide" wurde ein aktuelles Gutachten vorgestellt, das dies bestätigt. Mit rund 60 Gästen war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Neben Bürgermeister Wolfgang Henseler waren auch andere Kommunalpolitiker aus Stadtrat und Kreistag dabei, um sich über den Stand der Dinge zu informieren.

Linktipp: Externer Link Das Gutachten findet sich im Internet unter lsv-vorgebirge.de.

Besonders lag dem rund 270 Mitglieder zählenden Verein am Herzen, dass sich viele Bürger bei der anstehenden Bürgerbeteiligung zu dem Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationsfläche mit Anregungen und Einwänden äußern.

Dabei sei es hilfreich, dass der Landschaftsschutzverein mittlerweile als Träger öffentlicher Belange an dem Verfahren beteiligt wird, wie der stellvertretende Vorsitzende Michael Pacyna mitteilte.

Zwar schlage der Regionalrat die Erweiterung von Witterschlick-Nord und Flerzheim Süd vor, doch der Sonnenhof sei noch nicht raus, da alle Flächen erwogen werden sollen. Das ziele zwar letztlich auf die Fläche in Weilerswist, "doch da traut sich die Bezirksregierung bisher nicht dran, da es sich um ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet handelt", so der Vorsitzende Fietzek.

Aber es könne doch nicht sein, dass in Flerzheim für Quarzkies geringer Qualität wertvolle Wälder in der Nähe von Buschhoven weichen müssen, in Witterschlick Flächen für immer verloren gehen oder intakte Landschaften bei Rösberg, Merten und Hemmerich zerstört werden, nur weil jemand dort ein FFH-Gebiet mit "spitzer Feder" ausgewiesen hat, kritisiert Fietzek.

In Weilerswist gebe es ausreichende und hochwertige Vorkommen. Zudem seien die Verluste für den Landschaftsschutz am geringsten. Natürlich sei man generell gegen einen Kiesabbau im Naturpark Rheinland, doch wenn es den Bedarf gibt, dann sei die Erweiterung der Grube Weilerswist-Nord am sinnvollsten.

Das bestätigte auch das Gutachten, das Geologe Michael Veerhoff vorstellte. Die Pläne für die Konzentrationszone werden vom 3. Januar bis 3. Februar offen gelegt und die Bürger haben die Möglichkeit ihre Bedenken und Einwände zu äußern.