Scharping lobt die Rheinbacher Soldaten

<b>Ins Gästebesuch</b> der Tomburg-Kaserne trug sich Verteidigungsminister Rudolf Scharping ein.

<b>Ins Gästebesuch</b> der Tomburg-Kaserne trug sich Verteidigungsminister Rudolf Scharping ein.

Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping besuchte die Tomburg-Kaserne

Rheinbach. "Der Standort Rheinbach hatte und behält eine Schlüsselfunktion im Reformprozess der Bundeswehr." Das betonte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) am Donnerstag in der Rheinbacher Tomburg-Kaserne. Seit drei Wochen besucht der Minister die großen Bundeswehrstandorte in Deutschland und informiert sich dabei über die Umsetzung seiner Reformpläne.

Die Mitarbeiter in Rheinbach beteiligten sich mit einem "sehr hohen Maß an Qualifikation" und einer "sehr engagierten Arbeitsleistung" an der Umstrukturierung der Bundeswehr, lobte Scharping die Soldaten. "In Rheinbach ist es gelungen, dass das gesamte Personal weiß, wo es künftig 180 Arbeitsplätze mehr

eingesetzt wird", sagte der Verteidigungsminister. Arbeitsplätze sollen in Rheinbach nicht verloren gehen - im Gegenteil. Mit dem Kommando Strategische Aufklärung und dem Streikräfte-Unterstützungskommando gewinnt die Tomburg-Kaserne zwei Dienststellen hinzu.

"Die Zahl der Arbeitsplätze steigt auf lange Sicht von 500 auf 680", sagte Brigadegeneral Michael Ludwigs, der Chef des Amtes für Fernmelde- und Informationssysteme der Bundeswehr. "Es gibt hier eine klare berufliche Perspektive", meinte Scharping, der in diesem Zusammenhang auf die rund 22 000 Ausbildungsplätzen in der Bundeswehr hinwies. Dass Frauen dort seit kurzem auch außerhalb des Sanitätsdienstes oder des Musikcorps Karriere machen können, zeigt sich in Rheinbach. "Seit ungefähr drei Monaten verrichtet hier eine Frau als Oberfeldwebel ihren Dienst", berichtet Ludwigs. Die Soldatin, die aus dem Sanitätsdienst stamme, hat sich durch Weiterbildungen für die Laufbahn qualifiziert und arbeitet nun im Amt für Fernmelde- und Informationssysteme.

"Sie genießt einen hohen Respekt", so Ludwigs. Laut Scharping stammen mittlerweile 13 Prozent der Bewerbungen in der gesamten Bundeswehr von Frauen. "Die Frauen sind ungewöhnlich motiviert und erreichen deshalb einen höheren Prozentsatz bei den Einstellungsquoten", sagt der Verteidigungsminister.