Phantasialand in Brühl: Regionalrat entscheidet am Freitag über den Ausbau | GA-Bonn

Phantasialand in Brühl

Regionalrat entscheidet am Freitag über den Ausbau

BRÜHL.  Der Regionalrat in Köln entscheidet am Freitag, 14. Dezember, 10 Uhr, über die Änderung des Regionalplanes als Grundlage für eine mögliche Erweiterung des Phantasialandes. Der Freizeitpark plant bereits seit gut zwölf Jahren, seine Fläche zu vergrößern.
Umgeben von Wald, Häusern und der A553: Das Brühler Phantasialand.
								Foto: Richard Bongartz
Umgeben von Wald, Häusern und der A553: Das Brühler Phantasialand. Foto: Richard Bongartz

Zuletzt hatte das Brühler Unternehmen einen Ausgleichsvorschlag der Bezirksregierung akzeptiert, der eine Erweiterung um 19 statt der zunächst gewünschten 30 Hektar vorsieht. Flächen im Wald westlich der L 194 sollen nicht in Anspruch genommen werden. Auf dem Areal sollen ein Aquapark-Hotelresort, eine Theater- und Konzerthalle, ein Edutainment-Center, Parkplätze, Grünflächen, eine Mitarbeiter-Kita und Lagerhallen entstehen.

Die Bezirksregierung erklärt in der Sitzungsvorlage, dass sie "aufgrund der Erkenntnisse aus dem Regionalplanverfahren keine Möglichkeit sieht, die Entwicklung in dem ursprünglich angestrebten Umfang von circa 30 Hektar zu ermöglichen". Aus Sicht der Regionalplanungsbehörde habe das Verfahren gezeigt, "dass die reduzierte Planung - trotz des Verlustes eines festgesetzten Naturschutzgebietes und von etwa zehn Hektar Waldfläche - de facto die einzige raumverträgliche Option darstellt, dem Unternehmen eine großflächige Erweiterung zu ermöglichen".

Die CDU-Fraktion hat im Vorfeld der Sitzung bereits signalisiert, der Planänderung mit 19 Hektar Erweiterungsfläche zustimmen zu wollen. "Auch wenn wir von Beginn an die 30-Hektar-Lösung favorisiert haben, ist die aktuelle Variante derzeit die konsensfähigste unter allen Verfahrensbeteiligten.

Wichtig war für uns, dass der Fortbestand des Phantasialandes unter möglichst tragfähigen Bedingungen gesichert werden kann", schreibt Fraktionsvorsitzender Stefan Götz in einer Pressemitteilung. Götz: "Das unternehmerische Risiko ist in dieser Variante zwar deutlich erhöht; für die Verantwortlichen des Phantasialandes, die Mitarbeiter und die gesamte Region ist es aber wichtig, dass dieses seit 2003 laufende Verfahren jetzt endlich abgeschlossen wird und das Phantasialand Planungssicherheit erfährt."

Sollte der Regionalrat die Planänderung beschließen, würde diese mit der Bekanntmachung im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes wirksam. Zuvor kann die Staatskanzlei innerhalb von drei Monaten noch rechtliche Einwände erheben.

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