Profi-Sprayer verschönern Rhenag-Wände in Siegburg

Kahl, fad, schmucklos - das sind wohl die richtigen Wörter, um die Wände der normalen Trafostationen zu beschreiben. Meist sind irgendwelche Schmierereien zu erkennen. Doch in Siegburg sieht das jetzt anders aus: Energie-Dienstleister und Stadt engagieren Künstler.

Siegburg. Kahl, fad, schmucklos - das sind wohl die richtigen Wörter, um die Wände der normalen Trafostationen zu beschreiben. Meist sind irgendwelche Schmierereien zu erkennen. Doch in Siegburg sieht das jetzt anders aus.

Die Profi-Graffiti-Sprayer Swen Gerisch und Heiko Rank nahmen sich zweier Trafo-Stationen und einer Gasübernahmestation an. Im Auftrag der Rhenag kümmerten sie sich um die Gebäude an der Bachstraße neben dem Altenheim und an der Jägerstraße/Rasthaus Ost sowie der Übernahmestation an der Wilhelmstraße. Dort zeigen sie etwa das Innenleben des Gebäudes.

Ihr Auftrag lautete, dass die Motive möglichst etwas mit dem Thema Energie zu tun haben sollten. Innerhalb einer Woche verwandelten Gerisch und Rank die Wände. Freihändig und ohne Schablonen machten sie aus den Wänden Unikate. "Es soll für die Dauer sein", sagt Energiegeschäftsleiter Bernd Ganser.

Durch den Ehrenkodex in der Sprayer-Szene darf kein Sprüher die Motive eines anderen verunstalten. Die Rhenag erhofft sich dadurch, dass die Wände mit ihren neuen Motiven so bleiben und nicht Opfer neuer Beschmierungen werden.

Auch Bürgermeister Franz Huhn gefällt die Idee, er dankte der Rhenag sowie den beiden Künstlern für die Verschönerung. Durch die Verzierungen der besonderen Art sparen das Unternehmen und die Stadt zudem hohe Reinigungskosten. Bereits 2008 hatten die Stadt Siegburg und die Rheinische Energiegesellschaft kooperiert, um die Gebäude zu verschönern.

Schon damals sprühte Swen Gerisch für Siegburg. Mit Rank gestaltet er vor allem viele größere Projekte. Beide arbeiten freischaffend. Gerisch kommt aus Zwickau und machte sein Hobby zum Beruf, während Rank, der aus Greitz stammt, Gestaltung an einer Hochschule studierte. "Überall, wo wir gebraucht werden, da sind wir", sagt Gerisch und hofft auf weitere Aufträge.