Privatflugzeug in Meindorf abgestürzt - Pilot stirbt

Meindorf steht unter Schock: Ein Privatflugzeug ist am Dienstagmittag gegen 12.30 Uhr auf einer Wiese zwischen dem "Lichweg" und dem Meindorfer Sportplatz abgestürzt. Der Pilot des Flugzeuges vom Typ "Piper" ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Meindorf. Ein Privatflugzeug ist am Dienstagmittag gegen 12.30 Uhr auf einer Wiese zwischen dem "Lichweg" und dem Meindorfer Sportplatz abgestürzt. Der Pilot des Flugzeuges vom Typ "Piper" ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Wie unser Reporter vom Betriebsleiter des Hangelarer Flugplatzes, Jürgen Unterberg, erfuhr, war der 75-jährige Pilot aus Köln mit seiner Maschine gegen 11.50 Uhr in Richtung Dahlemer Binz in der Eifel aufgebrochen. Zunächst hatte es geheißen, er habe dort eine weitere Person an Bord nehmen wollen. Wie aber jetzt aus dem Umfeld des Toten zu erfahren war, soll er nur einen Rundflug über die Eifel geplant haben.

Fotos Bilddoku Bilder vom Unglücksort

Auf dem Flug dorthin soll er den aktuellen Wetterbericht eingeholt haben und aufgrund einer Nebelwarnung umgekehrt sein. Den Anflug auf den Flugplatz Hangelar habe er - wie allgemein üblich - fünf Minuten vor der Landung beim Tower angemeldet, so Unterberg. Seine Stimme war ruhig, es waren bei dem kurzen Gespräch keine Auffälligkeiten festzustellen.

Wenig später, gegen 12.30 Uhr, meldete ein Segelflieger den Absturz des Fluzeuges. Er hatte den Unglücksort aus der Luft bemerkt. Zu dem Zeitpunkt war vom Hangelarer Flugplatz bereits eine schwarze Rauchwolke aus Richtung Meindorf zu sehen. Das Flugzeug hatte dort aus noch ungeklärter Ursache an Höhe verloren, einen Baum gestreift und war dann am Boden zerschellt. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Seine Leiche fanden die Retter im Wrack des Flugzeuges.

Zunächst wurde befürchtet, dass sich außer dem Piloten noch eine weitere Person im Flugzeug befunden haben könnte, da die Maschine nicht auf ihn, sondern auf seine Frau zugelassen war. Ein Hubschrauber wurde zur Suche alarmiert. Wie sich später herausstellte, war der Pilot aber alleine unterwegs gewesen.

Der Bürgermeister war kurze Zeit nach dem Absturz vor Ort, um sich einen Überblick über das tragische Unglück zu verschaffen. Die Flugsicherung und etwa 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Jürgen Unterberg, selbst ein erfahrener Privatflieger, kann sich den Grund für das Unglück nicht erklären. Der 75-Jährige sei fliegerisch nie auffällig, sondern ein erfahrener Pilot gewesen, der auch mit schlechten Wetterbedingungen gut zurechtgekommen sei.

Über den Grund für den Absturz kann bislang nur spekuliert werden. Vielleicht waren gesundheitliche Probleme die Ursache oder der Pilot hat versucht, auf der Wiese notzulanden. Das sind nur Mutmaßungen. Genaueres muss untersucht werden.

Zufällig befanden sich am Dienstag zwei Mitarbeiter der mobilen Luftaufsicht aus Düsseldorf am Flugplatz Hangelar, außerdem ein Mitarbeiter vom Luftfahrtbundesamt. Sie haben sich vor Ort ein umfassendes Bild von dem Unglück gemacht. Die Ermittlungen zur Unfallursache hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig mit Unterstützung der Polizei vor Ort übernommen. Außerdem wird, wie normalerweise üblich, die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.