"Runder Tisch Flüchtlingshilfe"

Private Wohnungen für Asylsuchende gesucht

Die Notunterkunft am Königswinterer Palastweiher ist für rund 100 Flüchtlinge eingerichtet.

Die Notunterkunft am Königswinterer Palastweiher ist für rund 100 Flüchtlinge eingerichtet.

BAD GODESBERG. Am "Runden Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg" ist jüngst über die Notwendigkeit von privatem Wohnraum für Asylbewerber diskutiert worden, die bereits eine Aufenthaltserlaubnis besitzen.

Der Moderator der Runde, Dechant Wolfgang Picken, erklärte: "Die anerkannten Flüchtlinge haben unvorstellbares Leid hinter sich. Sie brauchen ein Zuhause und die Chance, bei uns Fuß fassen und Frieden finden zu können."

Zurzeit suchen 20 Familien und Einzelpersonen, die in Bad Godesberg bleiben möchten, eine Wohnung. Ihr Lebensunterhalt und ihre Miete werden monatlich über das Jobcenter finanziert. Schon im Juni hatte der Runde Tisch zur Bereitstellung privaten Wohnraums aufgerufen. Seitdem konnten bereits fünf Angebote vermittelt werden. "Wir sind über jedes Wohnungsangebot froh, weil es Ausdruck der Solidarität, der Hilfsbereitschaft und wahrer Humanität ist", unterstrich Picken.

Laut der städtischen Integrationsbeauftragten Coletta Manemann leben derzeit 1.189 Asylbewerber und Flüchtlinge aus 37 Ländern dezentral im Stadtgebiet verteilt.

Auch für die Neuankömmlinge strebt die Stadt eine dezentrale Unterbringung an. Um eine angemessene Integration in Bonn ermöglichen zu können, sei es dringend notwendig, anerkannte Asylanten schnellstmöglich im privaten Wohnungsmarkt unterzubringen, so das Fazit des Runden Tischs.

Ein weiteres Thema war die Kindergartensituation. Hier sieht die Initiative eine positive Entwicklung. "Manche Träger denken sogar darüber nach, ein festes Kontingent von Kindergartenplätzen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen", erläutert Picken. Außerdem konnte die Finanzierung von weiteren Sprachkursen, Freizeitangeboten für Kinder sowie einer Fortbildung für ehrenamtliche Helfer beschlossen werden.

Wohnraumangebote werden von Jessica Hübner-Fekiri unter Tel. 0228/53 88 13 20 oder unter flüchtlinge@godesberg.com entgegengenommen. Ferner wurde ein Spendenkonto eingerichtet.