Regionalplanänderung rechtmäßig

Phantasialand-Erweiterung nimmt nächste Hürde

Brühl. Das Phantasialand hat eine weitere wichtige Hürde zur geplanten Erweiterung des Brühler Freizeitparks genommen. Die Staatskanzlei NRW hat der Kölner Bezirksregierung am Dienstag mitgeteilt, dass gegen die für die Ausdehnung notwendige Änderung des Regionalplanes keine rechtlichen Bedenken bestehen.

Damit endet das bereits seit gut zehn Jahren dauernde Verfahren vor dem Regionalrat in Köln. Nun kann die Stadt Brühl beginnen, einen Bebauungsplan für das rund 19 Hektar große Gelände aufzustellen. "Die Entscheidung der Staatskanzlei ist ein Beleg für die hervorragende Arbeit der Bezirksregierung als Regionalplanungsbehörde. Dafür gilt auch mein Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die das Verfahren über all die Jahre hier fachlich exzellent begleitet haben", freute sich Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

"Dem Regionalrat war und ist es wichtig, dass sich der Freizeitpark zu einem Kurzurlaubsziel weiterentwickeln kann. Wir wollen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue entstehen. Das Phantasialand gehört in die Region. Wir sind froh, dass die Landesregierung jetzt die jahrelange Arbeit des Regionalrates bestätigt hat. Wir hoffen, dass die Zeiten, in denen dem Freizeitpark Steine in den Weg gelegt wurden, jetzt vorbei sind und die nächsten Verfahrensschritte zügig und ohne weitere Behinderungen getätigt werden können", erklärte der Vorsitzende des Regionalrates, Rainer Deppe.

Freude über die Nachricht aus Düsseldorf gab es auch im Phantasialand. "Wir sind erleichtert, dass der Beschluss nun rechtskräftig ist. Damit ist ein großer Schritt in Richtung Umsetzung unserer Pläne gemacht", sagte Park-Direktor Ralf-Richard Kenter. Sein Dank galt am Dienstag der Bezirksregierung, die als verfahrensführende Behörde sehr gute Arbeit geleistet habe. "Und es ist die Bestätigung, dass das Verfahren ordnungsgemäß und korrekt durchgeführt wurde. Das ist bei einer so langen Zeit aller Ehren wert."

Nun ist die Stadt Brühl am Zug. Sie muss den entsprechenden Flächennutzungs- und den Bebauungsplan ändern, dann könnte das Phantasialand einen Bauantrag stellen. Das Unternehmen plant, auf der Fläche zwischen der L194 und der A553 ein Aquapark-Hotelresort, eine Theater- und Konzerthalle und Parkplätze zu bauen. Dazu will der Park rund 100 Millionen Euro investieren.