Neuer Bahnsteig in Meckenheim könnte erst Ende 2013 nutzbar sein

23.08.2011 Die Unterführung am Bahnhof Meckenheim zum Einstieg nach Euskirchen entsteht erst ab 2012. Eine Behelfsbrücke ist im Gespräch. Knackpunkt Kosten.

Meckenheim. Am Meckenheimer Bahnhof wird zurzeit ein Außenbahnsteig in Richtung Euskirchen errichtet. Wie berichtet, ist die Fertigstellung für Ende September vorgesehen. Doch ob der Bahnsteig dann auch genutzt werden kann, ist fraglich.

Das Problem: Der Außenbahnsteig wird bis zur Fertigstellung des ebenfalls geplanten Fußgängertunnels, der ab Ende 2012 gebaut wird, nur über den Baumschulenweg zu erreichen sein. "Der Weg vom Bahnhofsgebäude und der Bushaltestelle ist lang und kostet zusätzlich Zeit, wenn die Bahnschranken am Baumschulenweg frühzeitig geschlossen werden", kritisiert der Meckenheimer Klaus Schröter vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Besonders unglücklich sei, dass die Busse auf die Fahrzeiten der Bahn getaktet seien. Denn den Fahrgästen in Richtung Euskirchen fahre dann die Bahn vor der Nase weg und denen, die mit der Bahn aus Bonn kommen, der Bus.

"Wir bemühen uns in Abstimmung mit der Deutschen Bahn um eine bürgerfreundliche Lösung", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Meckenheim. Im Gespräch sei eine behelfsmäßige Brücke über die Bahngleise bis die Fußgängerunterführung fertig ist, teilte die stellvertretende Sprecherin der Stadt Meckenheim, Britta Röhrig, mit. Bis Ende September soll eine Entscheidung fallen.

Auch ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte, dass eine Lösung mittels einer Behelfsbrücke geprüft werde. Knackpunkt sei das Geld: Wer finanziert eine Brücke für zwei Jahre? "Es ist die Frage, ob man bei der knappen Haushaltslage eine Brücke bis 2013 finanzieren sollte", sagte der Bahnsprecher. Die günstigste Lösung sei, den Bahnsteig erst in Betrieb zu nehmen, wenn auch die Fußgängerunterführung fertig ist. Nach dem bisherigen Zeitplan soll dies Ende 2013 bis Anfang 2014 der Fall sein. (Roland Kohls)