Feuchtigkeitsschäden in Oberdollendorf

Kirche wird von Grund auf saniert

OBERDOLLENDORF. Die Pfarrkirche Sankt Laurentius in Oberdollendorf muss wegen Feuchtigkeitsschäden von Grund auf saniert werden. Nach Auskunft von Pfarrer Darius Glowacki wird mit der Freilegung des Fundaments in den nächsten Wochen begonnen werden.

"Die Kirche wird vom Fundament bis zum Dach saniert. Die Mauern sind feucht", sagt Glowacki. Die Schäden seien durch abplatzenden und abbröckelnden Putz an Innen- und Außenwänden bereits vor länger Zeit aufgefallen. Bei näheren Untersuchungen hätte sich gezeigt, dass die Kirchengemeinde nicht um eine Generalsanierung herumkommen wird. Glowacki ist zuversichtlich, dass es dafür Geld vom Generalvikariat des Erzbistums Köln geben wird. "Unsere Gemeinde kann sich das nicht leisten", sagt er.

Das Fundament muss ausgegraben, neue Leitungen müssen verlegt werden. Die Arbeiten werden sich voraussichtlich bis zum Jahr 2014 hinziehen. "Wir bekommen praktisch eine ganz neue Kirche", sagt der Pfarrer. Im Rahmen der Untersuchungen stellte sich im Übrigen heraus, dass es keinerlei Baupläne der Kirche gibt.

Das ist jedoch nicht die einzige Baustelle, mit der es die Pfarrgemeinde Sankt Laurentius in nächster Zeit zu tun haben wird. In der vergangenen Woche ist die Baugenehmigung der Stadt für den Neubau des Kindergartens an der Flurgasse eingegangen. Bei dem verheerenden Unwetter im Juni 2011 hatte der Keller des alten Gebäudes komplett unter Wasser gestanden. Auch in die Gruppenräume waren Wasser und Matsch eingedrungen. Um ein Ablaufen der Wassermassen aus dem Außengelände zu ermöglichen, hatte die Feuerwehr die Mauer um das Kindergartengelände einreißen müssen.

Weil das Haus nicht mehr genutzt werden konnte, waren die 75 Kindergartenkinder zunächst in den beiden Pfarrheimen in Oberdollendorf und Niederdollendorf sowie im katholischen Kindergarten Sankt Michael in Niederdollendorf untergebracht worden. Im November fanden sie eine Heimat in Containern an der Cäsariusstraße.

"Mit dem Neubau soll noch in diesem Jahr begonnen werden", sagt Glowacki. Die Genehmigungen des Landes und des Generalvikariats, die den Neubau finanzieren müssen, liegen ebenfalls bereits vor. Der Pfarrer rechnet mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren. Bis dahin fällt weiterhin die Miete in Höhe von monatlich 6000 Euro für die Container an. Bevor das alte Gebäude abgerissen wird, wird es im Übrigen noch einmal genutzt: Die Feuerwehr führt dort eine Übung durch.

Eine weitere große Veränderung steht im Bereich der Kirchengemeinde Sankt Remigius in der Altstadt an. Der im Oktober beginnende Abriss des Krankenhauses sorgt für eine Kettenreaktion: Auf dem Gelände entsteht das Altenheim Haus Katharina der Cura Katholische Einrichtungen im Siebengebirge neu. Anschließend soll das Gebäude an der Kurfürstenstraße verkauft werde.

Das zentrale Pfarrbüro der drei Talgemeinden wird dann in das nahe gelegene Kindergartengebäude der Elterninitiative Mikado umziehen, der der Kirchengemeindeverband zum 31. Dezember 2013 gekündigt hat. "Das Gebäude eignet sich am besten", so Glowacki. Die Elterninitiative wiederum möchte einen Neubau zwischen Hallenbad und dem Stadion errichten.

Auch für Dariusz Glowacki steht noch ein weiteres Bauprojekt an: Spätestens in zwei Jahren soll mit dem Neubau oder der Sanierung des Katholischen Kindergartens Sankt Michael in Niederdollendorf begonnen werden. "Wir können einfach nicht alles auf einmal angehen", sagt der Pfarrer.