Kindergarten Rauschendorf

Kirche gibt Trägerschaft frühzeitig auf

Im Zentrum: Zuerst hat die Kirche der Kindergartenleiterin Bernadette Knecht gekündigt, nun hat die Stadt der Kirche gekündigt. Das Foto entstand im März 2011.

Königswinter. Die Hängepartie um die Zukunft des katholischen Kindergartens in Königswinter-Rauschendorf hat ein Ende: Wie der GA erfuhr, hat der Kirchengemeindeverband entschieden, die Trägerschaft zum 1. August dieses Jahres abzugeben.

Wie der General-Anzeiger erfuhr, hat der Kirchengemeindeverband nun überraschend doch schon vor einem für Mai avisierten Termin getagt und entschieden, die Trägerschaft über den bislang katholischen Kindergarten zum 1. August dieses Jahres abzugeben.

Am Mittwoch wurden die Mitarbeiter des Kindergartens über diese Entscheidung unterrichtet. Die Stadt Königswinter hatte der Kirche die Trägerschaft für den Kindergarten ordentlich zum 31. Juli 2013 gekündigt. Der Hintergrund: Zahlreiche Eltern hatten sich vehement dagegen gewandt, dass die Kirche der Kindergartenleiterin gekündigt hatte.

Die beliebte Erzieherin hatte sich von ihrem Mann getrennt und lebt nun mit einem neuen Partner zusammen. Sie habe damit gegen die kirchliche Rechtsordnung verstoßen, die sie mit ihrem Arbeitsvertrag anerkannt habe, lautete die Begründung für die Kündigung, der zahlreiche Eltern nicht folgen wollten.

Der Fall hat über Königswinters Grenzen hinaus für Aufsehen gesorgt und eine Diskussion in Gang gesetzt. Nun gilt es, bis August möglichst einen Träger mit christlichem Hintergrund zu finden, so der Wunsch der Eltern. Und die Kindergartenleiterin, der zum Ende des Monats Juni gekündigt wurde, kann nach einem Monat Pause im August ihre Stelle wieder antreten.