Keine Entscheidung über Brücke im Leserpark

Bad Godesberger Ausschuss hält Zaun für weniger problematisch - Asbeck soll 10 000 Euro Bußgeld zahlen

Plittersdorf. (koe) Es sind noch zu viele Frage offen. Deshalb hat der Unterausschuss Bauplanung am Mittwoch die Entscheidung über eine nachträgliche Genehmigung von Zaun und Brücke auf dem Grundstück des Unternehmers Frank Asbeck vertagt.

39 Meter lang ist die Brücke, die von der Villa Cahn über eine Senke auf die südliche Seite des Parks führt. Die Verwaltung schlägt vor, den Bauantrag abzulehnen. Es ist nämlich klar geregelt, dass in einer Zone von 100 Metern bis zum Rheinufer nicht gebaut werden darf. Dagegen verstößt der Chef der Bonner Solar World mit seiner Brücke.

Die Verwaltung spricht von einem "erheblichen Eingriff ins Landschaftsbild", für den es "keine zwingende Notwendigkeit" gebe. Die Brücke sei ein "demonstrativer Schwarzbau", sagte Willy Dormagen, stellvertretender Leiter des Bauordnungsamtes. Deutliche Worte fanden auch die Mitglieder des Ausschusses. Sie kritisierten, dass einfach Fakten geschaffen worden seien und nannten das Vorgehen Asbecks "selbstherrlich".

Was ihnen nicht klar war: Welche Funktion hat die Brücke, die nicht auch ein normaler Weg übernehmen könnte? Auch den angeblichen historischen Bezug des Bauwerks zu einer Pontonbrücke, die in der Nachkriegszeit in der Höhe des Parks über den Rhein führte, hielt der Ausschuss für fragwürdig.

Dass die Brücke illegal ist, war unstrittig. Die Entscheidung, ob sie geduldet wird oder abgerissen werden muss, steht durch die Vertagung noch aus. Eine schwierige Frage, meint der Ausschuss: "Wir haben schon Eigentümer gezwungen, kleine Schuppen und Überdachungen über Terrassen abzureißen."

Weniger Bedenken haben Politiker und Verwaltung gegen den Zaun als Schutz vor Vandalismus. Der öffentliche Weg zwischen Von-Sandt-Ufer und der Straße Am Büchel müsse geöffnet bleiben und deutlich gekennzeichnet werden. Legal ist er nicht. Deshalb will die Verwaltung ein Bußgeld in Höhe von 10 000 Euro erheben.