Kardinal Meisner besucht Niederkassel

Kölner Erzbischof feiert mit den Uckendorfern den 100. Geburtstag der Pfarrkirche

Niederkassel. Nach dem Besuch ist vor dem Besuch, heißt es jetzt in Abwandlung eines bekannten Fußballtrainerspruchs in Uckendorf. Joachim Kardinal Meisner hatte gerade die Informationsstele an der Lourdesgrotte gesegnet, als die Uckendorfer bereits überlegten, wie sie den Kölner Erzbischof erneut in den kleinsten Stadtteil Niederkassels locken können. "Aller guten Dinge sind drei", sagte Meisner. "Lasst euch einen Anlass einfallen."

Am Sonntag kam der Kardinal nach 1998 zum zweiten Mal in eine seiner kleinsten Gemeinden mit 500 Katholiken. Es war der Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Pfarrkirche "Sieben Schmerzen Mariens". Mit einem Pontifikalamt feierte er das 100. Jubiläum der Benediktion Kirche.

Anschließend zogen die Gläubigen in einer kurzen Prozession zur Lourdesgrotte an der Ecke Heerstraße und Stockemer Straße. Nach dem Gebet Regina Coeli segnete Meisner die Informationsstele an der Grotte. Damit hat der kulturhistorische Pfad Niederkassels in Uckendorf sieben Tafeln, sechs davon haben einen Bezug zur Kirche.

"Das zeigt, wie sehr die Kirche Grundlage unserer Kultur und Geschichte ist", sagte Stephan Vehreschild, der stellvertretende Bürgermeister. Zudem trug sich Meisner in das Goldene Buch der Stadt ein.

Den geistlichen Festakt ließ der Pfarrgemeinderat in einem weltlichen mit Speis und Trank ausklingen. Mündlich ist überliefert, dass Agnes Clostermann, eine der Töchter des Clostermannshofes, die Lourdesgrotte anlegen ließ. Sie lebte von 1855 bis 1941 und konnte sich den Wunsch einer Wallfahrt nach Lourdes nicht erfüllen.