Rotes Kreuz im Rhein-Sieg-Kreis

Jeder Helfer ist willkommen

Übung für den Notfall: DRK-Helfer nehmen einem vermeintlichen Unfallopfer den Helm ab.

RHEIN-SIEG-KREIS. Am "Tag der Freiwilligen" zeigte das DRK sein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Die Hundestaffel sucht noch Paten zur Finanzierung.

Etwas tun kann jeder. Egal, wie alt er ist, egal, wie viel Zeit er pro Tag oder Woche erübrigen kann. "Jede Unterstützung ist uns willkommen", sagte Nadine Kremer, Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes im Rhein-Sieg-Kreis. Am Sonntag zeigte die Vereinigung am "Tag der Freiwilligen", wie mannigfaltig die Möglichkeiten sind, sich bei einer guten Sache einzubringen.

"Das geht sogar, ohne dass man direkt aktiv wird, als Hunde-Pate etwa, ab fünf Euro im Monat", wusste Viola Daub, die sich bei der Rettungshundestaffel engagiert. Denn die Ausrüstung für die Superspürnasen ist teuer - und oft bezahlen die DRK'ler zum Beispiel die Kenndecken und Geschirre der Hunde aus eigener Tasche.

Auch, dass das DRK mehr ist als die Sanitäter und Rettungshunde, demonstrierten die Mitarbeiter an den 17 Ständen rund um den Platz am S-Carré überzeugend: Von der Feldküche über das Familienbildungswerk, den DRK-Sozialdienst mit seinem Hausnotruf, die Wasserwacht und die Kindergärten reichte das Angebot, über das sich viele Bürger im Laufe des Sonntags informierten. Wer mochte, konnte sein Kuscheltier im Teddybären-Krankenhaus fachmännisch versorgen lassen.

Bereits sehr oft aktiv geholfen haben die Blutspender, die nun besonders geehrt wurden: Karl-Otto Schnitzler aus Neunkirchen-Seelscheid war bereits 125 Mal zur Ader gelassen worden, Paul-Ernst Ludwig aus Much sogar sage und schreibe 175 Mal. "Wir haben auch eine Menge Leute im Rhein-Sieg-Kreis, die schon 50 bis 100 Mal ihr Blut gaben", freute sich Kremer.

Zur Eröffnung war auch Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke gekommen, erster Vorsitzender des DRK Rhein-Sieg. "Der Ehrenamtstag zeigt die große Vielfalt des DRK-Angebotes. Das in aller Breite zu erleben, ist immer wieder ein beeindruckendes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit des DRK, aber auch für das große ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter und Mitglieder", sagte Pipke.

Ein Schwerpunkt der Information war neben dem Ehrenamt das Freiwillige Soziale Jahr sowie der Bundesfreiwilligendienst. Denn seit es keine Zivis mehr gibt, fehlen auch den Rot-Kreuzlern Kräfte. "Es war in der Vergangenheit häufig so, dass Zivis nach ihrer Pflichtzeit weiter ehrenamtlich für uns tätig waren", erklärte Kremer. Nun gelte es, den "Nachwuchs" auf anderem Wege zu gewinnen.

"Das können Menschen sein, die gerne ein paar Stunden in der Woche für andere kochen oder zum Beispiel als Vater-Sohn-Gespann bei der Wasserwacht mitmachen." So wie Martin Garkse und seine Jungs: "Mein jüngster Sohn kam über einen Schwimmkursus zum Jugendrotkreuz. Jetzt sind wir zu dritt ein unschlagbares Team."

Mehr Information unter www.drk-rhein-sieg.de.