Arbeiten in Bornheim

"Grünes C" nimmt Gestalt an

Rutschen mit Blick auf den Rhein: Ein großes Baumtor mit Spielbereich ist im Süden von Hersel entstanden.

BORNHEIM. Neu angelegte Wege, Bänke und Markierungen, Baumtore und Spielbereiche: Die Projekte des interkommunalen Landschaftsparks "Grünes C" nehmen im Stadtgebiet Bornheim Gestalt an.

Zu den prägnantesten Stellen zählen ein sogenanntes Baumtor mit großem Spielbereich im Herseler Süden und die Sicherung der Villa Rustica in Botzdorf. Insgesamt entstehen rund 13 Kilometer Weg, fünf Baumtore verschiedener Größe sowie drei "Stationen" am Herseler See, an der Elbestraße und an der Villa Rustica.

Welche Abschnitte sind bereits umgesetzt?

Hochsitze und Ruhebänke zum Ausruhen und Landschaft genießen, Trampoline und Mikado-Klettergerüste zum Austoben - eine große grüne Spiel- und Erholungslandschaft ist im Süden von Hersel entstanden. Laut Verwaltung liegt das XL-Baumtor an einer zentralen Stelle des "Grünen C", an der viele Wege vorbeiführen. "Des Weiteren ist dieses Baumtor nach der Überquerung des Rheins von Niederkassel das erste, das den Übergang des Freiraums zur Siedlung darstellt", so die Stadt. Auch die Verbindung von der Rheinfähre über Bonn-Buschdorf bis ins Roisdorfer Gewerbegebiet können Radfahrer und Spaziergänger bereits nutzen.

Wann wird das Projekt in Bornheim fertiggestellt?

Im Herbst, spätestens Ende des Jahres, sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin ist noch einiges zu tun: Derzeit erhält die Villa Rustica einen neuen Zugang, nachdem im vergangenen Jahr bereits die Überdachung gebaut wurde (der General-Anzeiger berichtete). Die Arbeiten sollen Ende April abgeschlossen sein. Für die Verbindungen zwischen Bonn-Buschdorf, Uedorf und Bornheim sowie zwischen dem Gewerbegebiet Roisdorf und der Villa Rustica werden laut Verwaltung derzeit die Pläne erstellt.

Wie hoch sind die Kosten?

3,2 Millionen Euro kostet die Umsetzung des "Grünen C" in Bornheim, darunter allein 850.000 Euro für die Sicherung der Villa Rustica. 80 Prozent tragen die Europäische Union, der Bund und das Land; 20 Prozent und damit rund 640.000 Euro muss die Stadt aufbringen.

Gab es Probleme bei der Umsetzung?

"In allen Projektabschnitten hat der Grunderwerb zu längeren Verhandlungen geführt", sagt Stadtsprecher Rainer Schumann. Die Bereitschaft der Eigentümer, ihre Grundstücke zu verkaufen, "könnte größer sein". Deshalb musste die Stadt an einigen Stellen auf städtische Flächen ausweichen, beispielsweise bei den Baumtoren am Maarpfad und Donnerstein.

Wie geht es mit Blick auf die Sperrung des Leinpfads bei der geplanten Gestaltung des Rheinufers weiter?

Die Asphalt-Erneuerung des Leinpfads wird laut Schumann nun nicht umgesetzt. Lediglich die Bereiche, die nicht von der Sperrung betroffen sind, sollen Bodenmarkierungen erhalten. Außerdem sei weiterhin vorgesehen, eine Sonderhinweistafel zum Sportplatz in Hersel aufzustellen.