Gestaltung des Parks der Königswinterer Villa Leonhart konkretisiert sich

Hunde und Radfahrer sollen die Erholung nicht stören

Königswinter. (fa) Während die Restaurierungsarbeiten in und an der Villa Leonhart in vollem Gange sind, wie das Gerüst rund um die ehemalige pakistanische Residenz verrät, haben sich die Fraktionen im Planungsausschuss des Stadtrates jetzt mit der Umgestaltung und künftigen Nutzung des Parks beschäftigt. Dazu nahm Fachplanerin Anja Boddenberg ausführlich Stellung.

Dabei stellte sie heraus, dass die Ideen des Planungsbüros sowie die Anregungen aus der Bürgerbeteiligung gleichermaßen in das Gestaltungskonzept eingeflossen seien. "Grundsätzliches Anliegen aller Beteiligten war es", so Boddenberg, "dass der Park seinen ruhigen Charakter behalten soll".

Besonders in dem zum Rhein gewandten Abschnitt sollen Beete und Rasenflächen die Szenerie dominieren und beispielsweise älteren Menschen oder jungen Müttern Erholung bieten. Nicht erwünscht sind hingegen freilaufende Hunde, Radfahrer oder Fußballspieler. Auf der Terrasse der Villa soll sich die Außengastronomie entfalten können, die der Honnefer Wirt Hermann Nolden im Frühsommer eröffnen will.

Nolden betreibt bereits das Rheincafé auf der Insel Grafenwerth und das Drachenfelsrestaurant. Nolden hat die Villa Leonhart im Erbbauverfahren von der Stadt übernommen, die das Anwesen ihrerseits vor einigen Jahren gekauft hatte, um es im Zuge der Altstadtsanierung einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Der Park sollte von Beginn des Prozesses an als öffentliche Grünfläche den Berliner Platz ersetzen, auf dem heute das Sea Life Center steht.

Zuletzt hatte die Stadtverwaltung mehrfach Vandalismusschäden im Park beklagen müssen. Sie kündigt deshalb verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt an. Fußball spielende Kinder und Jugendliche, so die Empfehlung aus dem Rathaus, seien auf den Niederdollendorfer Rheinwiesen oder in der Peter-Breuer-Sportanlage besser aufgehoben.