Flüchtlingshilfe in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Flüchtlingsnetzwerk etabliert sich als Verein

Der Vorstand des Flüchtlingsnetzwerks mit (v. l.) Werner Adam, Heike Krämer-Resch, Ingeborg Heuser, Marion Morassi, Lüdwig Schüle und Antje Richter. FOTO: MARTIN GAUSMANN

Der Vorstand des Flüchtlingsnetzwerks mit (v. l.) Werner Adam, Heike Krämer-Resch, Ingeborg Heuser, Marion Morassi, Lüdwig Schüle und Antje Richter.

BAD NEUENAHR. Das Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler etabliert sich zunehmend als eingetragener Verein (e.V.) in der Kreisstadt. Bei einem Treffen von interessierten Mitgliedern im Hotel Krupp wurden jetzt ein Vorstand gewählt und die Satzung verabschiedet.

Vorsitzende ist die Christdemokratin Heike Krämer-Resch, Stellvertreterin und Pressewartin die Linke Marion Morassi, Kassenwartin ist Antje Richter und Schriftführerin Ingeborg Heuser. Zu Kassenprüfern wurden jeweils Werner Adam und Ludwig Schüle bestellt.

Wie die Vorsitzende eingangs berichtete, arbeiten im Flüchtlingsnetzwerk bereits 70 Helferinnen und Helfer zusammen. Die Eintragung als eingetragener Verein strebt die Gruppierung unter anderem an, um später auch Spendenbescheinigungen ausstellen zu können.

Ziel des Vereins ist es, politisch, rassistisch oder religiös verfolgten Flüchtlingen in der Kreisstadt einen gelungenen Start zu ermöglichen. Das geschieht durch Hilfe bei der Ausstattung einer neuen Bleibe, beim Erlernen der Sprache, bei der Suche nach Arbeit sowie Behördengängen. Zusammen mit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Bad Neuenahr organisiert der Verein neuerdings eine Mutter-Kind-Gruppe im Mehrgenerationenhaus in Bad Neuenahr.

Das Flüchtlingsnetzwerk will außerdem Begegnungstreffen mit Einheimischen organisieren und die Integration von Flüchtlingen in Vereine fördern. Gearbeitet wird in Teams, die jeweils eigene Leiter haben, so die Teams "Begleiten", "Haben und Tun", "Sprache", "Arbeit", "Begegnung". Wie in der Versammlung zu hören war, gibt es bei Sachspenden Probleme, wenn defekte und ungewaschene Kleidung abgegeben wird.

Auch fehlen ausreichend Lagerräume. Bei Auflösung des Vereins fließt das mögliche Vermögen der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu. ne

Weitere Infos und Kontakt unter www.fluechtlingsnetzwerk-bn-aw.de